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	<title>Volker König &#187; Blogwelt</title>
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	<description>Heilpraktiker (Psychotherapie) und freier Journalist</description>
	<lastBuildDate>Mon, 23 Jan 2012 12:48:00 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Wissenschaftlicher Kindergarten</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 13:16:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vk</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blogwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Journalist]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wissenschaftler stellt man sich in der Realit&#228;t anders vor, als den durchgedrehten Professor aus Independence Day oder den charismatischen Chaosforscher aus Jurassic Parc. Eher n&#252;chtern, sachlich und emotionslos, aber voller Leidenschaft f&#252;r ihr Thema.
Ich weiss nicht, ob es an den Social Media liegt, oder ganz andere Gr&#252;nde hat, dass derzeit Diskussionen unter und mit ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaftler stellt man sich in der Realit&#228;t anders vor, als den <a href="http://images.tvrage.com/people_galleries/9/26815/81727.jpg">durchgedrehten Professor</a> aus <a href="http://www.youtube.com/watch?v=a4mFoZRNJ0c">Independence Day</a> oder den <a href="http://www.imdb.de/media/rm4093417728/tt0107290">charismatischen Chaosforscher</a> aus <a href="http://www.imdb.de/title/tt0107290/">Jurassic Parc</a>. Eher n&#252;chtern, sachlich und emotionslos, aber voller Leidenschaft f&#252;r ihr Thema.<br />
Ich weiss nicht, ob es an den Social Media liegt, oder ganz andere Gr&#252;nde hat, dass derzeit Diskussionen unter und mit Wissenschaftlern immer wieder auf Schlammschlachtniveau abrutschen. Vielleicht sind es die Social Media wie Facebook, Twitter, Wikis und Blogs, die daf&#252;r sorgen, dass ansonsten hinter verschlossenen T&#252;ren abgehaltene Streitigkeiten &#246;ffentlich werden. <span id="more-295"></span><br />
Vielleicht werden manche Konflikte auch &#252;berhaupt erst sp&#252;rbar, weil heute im Internet jeder ohne gro&#223;e Pr&#252;fung durch einen Redakteur publizieren darf. Dadurch kommen nat&#252;rlich nicht nur unterdr&#252;ckte kritische Meinungen und Informationen erstmals ans Tageslicht, sondern auch abstruse Ansichten, die fr&#252;her v&#246;llig zu Recht keine Publikationsplattform gefunden h&#228;tten.<br />
Eine aktuelle Schlammschlacht picke ich mir mal heraus – es gibt tats&#228;chlich noch mehr entsprechende Themenfelder.<br />
Also die Sache mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Large_Hadron_Collider">LHC</a>. Der Large Hadron Collider des <a href="http://cern.ch/">CERN</a>.<br />
Es gibt nach wie vor Wissenschaftler (und damit meine ich echte Wissenschaftler und keine von D&#228;nikens), die ein Risiko f&#252;r den ganzen Planeten durch die erhoffen Schwarzen L&#246;cher sehen.<br />
Zuletzt ver&#246;ffentlichte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_E._R%C3%B6ssler">Professor R&#246;ssler</a> – ein renommierter Chaosforscher mit weit &#252;ber 300 wissenschaftlichen Publikationen – <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34033/1.html">seine Thesen</a> im Magazin telepolis, f&#252;r das ich auch schon schreiben durfte.<br />
Er geht dort sehr sachlich auf die seiner Meinung nach falsche Risikoeinsch&#228;tzung der CERN-Wissenschaftler ein und unterf&#252;ttert dies mit einigen Theorien und Theoremen. Er selber fordert eine wissenschaftliche Konferenz, in der er sich gerne widerlegen lassen m&#246;chte:</p>
<blockquote><p>Ich bitte daher eines der oben angerufenen juristischen und politischen Gremien anzuordnen, dass die l&#228;ngst &#252;berf&#228;llige wissenschaftliche Sicherheitskonferenz stattfindet, bevor das LHC-Experiment mit Protonen wie vorgesehen im Februar oder M&#228;rz 2011 wieder aufgenommen werden darf. […]<br />
Ich rechne damit, dass ich mich furchtbar blamiere, wenn es doch noch einem Wissenschaftler gelingt, einen einzigen der eingangs angef&#252;hrten 10 Punkte oder eines der 4 Theoreme zu widerlegen. Dies ist mein Risiko und zugleich meine Hoffnung. Ich bitte die Welt um Verzeihung daf&#252;r, dass ich darauf bestehe, dass mein m&#246;glicherweise defizit&#228;rer Wissensstand zurechtger&#252;ckt wird, bevor das gr&#246;&#223;te Experiment der Geschichte weitergehen darf.
</p></blockquote>
<p>Das klingt sehr leidenschaftlich, wenn auch sachlich. Er fordert nicht, den LHC zu sprengen, sondern stellt seine Ansichten zur Diskussion und fragt sich, warum seine Kritikpunkte nicht &#246;ffentlich diskutiert w&#252;rden, da nur ein einziger widerlegt werden muss, um seine Konstruktion zerfallen zu lassen.<br />
Der Wissenschaftsjournalist und &#8220;LHC-Bef&#252;rworter&#8221; (ich verk&#252;rze das an dieser Stelle) <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Zaun">Dr. Harald Zaun</a> schreibt <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34063/4.html">am selben Tag</a> mit Bezug auf Prof. R&#246;sslers Ausf&#252;hrungen, dass die Sicherheitskonferenz sinnvoll sei, auch, wenn er selber die Ansichten R&#246;sslers f&#252;r absurd h&#228;lt, denn es w&#228;re nicht das erst Mal, dass ausgerechnet die Theorie, die sich am Ende als richtig herausstellte, zun&#228;chst h&#228;misch be&#228;ugt und sp&#246;ttisch kommentiert wurde.<br />
Der Astrologe Florian Freistetter, der auf <a href="http://www.scienceblogs.de">ScienceBlogs</a> schreibt, <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/01/lhcpanikmache-jetzt-auch-bei-telepolis.php">kommentierte</a> die Ver&#246;ffentlichungen auf telepolis.<br />
Ich will bewusst nicht auf die Inhalte eingehen. Ich bin kein Astrophysiker oder Astronom und kann das gar nicht, so wie es 99% der Menschen nicht k&#246;nnen. Es ist so, dass es auf diesem Planeten eine Menge Menschen gibt, die Angst vor &#8220;der Wissenschaft&#8221; haben, ohne gleich pathologisch paranoid zu sein. Eine immerhin sachliche Ver&#246;ffentlichung wie die von R&#246;ssler, mit dem ausgesprochenen Wunsch, widerlegt und blamiert zu werden, wirkt ehrenvoll.<br />
Freistetter argumentiert, dass einige der Theoreme R&#246;sslers bereits widerlegt seien und andere einfach auf falscher Anwendung z.B. der Allgemeinen Relativit&#228;tstheorie fu&#223;en. Er widerspricht der Ansicht Harald Zauns, dass jede noch so abstruse Idee von Wissenschaftlern untersucht werden m&#252;sse:</p>
<blockquote><p>Ach wirklich? Jede &#8220;noch so abstruse Idee&#8221; muss von den Wissenschaftlern untersucht werden? Selbst wenn alle Daten, Beobachtungen und Theorien dagegen sprechen? Wie stellt sich Herr Zaun das vor? Jeder Freak kann die Unis anrufen und seine pers&#246;nliche Lieblingspseudowissenschaft vorstellen. Und die Wissenschaftler m&#252;ssen dann alles stehen und liegen lassen und den Unsinn &#8220;von allen Seiten gr&#252;ndlich durchleuchten&#8221;?</p></blockquote>
<p>Er f&#228;ngt mit Rabulistik der feinsten Sorte an: Zaun sprach in seinem Artikel von Wissenschaftlern und nicht von Paranoikern, die glauben, Nachbarn wollten sie durch die Steckdose mit Giftgas t&#246;ten (eine unter psychisch Kranken &#252;brigens verbreitete Angst). Und Freistetter ignoriert das, unterstellt Zaun, er fordere, dass &#8220;Jeder Freak&#8221; irgendwelche Theorien aufstellen k&#246;nne, die denn von armen, geplagten Professoren widerlegt werden m&#252;ssen. Gleichzeitig versucht er, Zaun zu diskreditieren:</p>
<blockquote><p>Ok, Herr Zaun ist Wissenschaftsjournalist. Aber wenn man sich unsicher ist ob die &#8220;gemachten Annahmen plausibel sind&#8221;, dann h&#228;tte man ja theoretisch auch mal einen Teilchenphysiker fragen k&#246;nnen anstatt einen Journalisten.</p></blockquote>
<p>Ok, Florian Freistetter ist Astronom. Und hat promoviert. Harald Zaun hat auch einen Doktorgrad. Und auch, wenn Freistetter thematisch n&#228;her an Teilchenphysik &#8220;dran&#8221; ist, als der Historiker und Philosoph Zaun, ist auch er als Blogger erstmal nichts anderes als ein Wissenschaftsjournalist, wenn er die Astronomie verl&#228;sst.<br />
Und als ob das nicht reicht, stellt er noch einige abstruse Ideen in den Raum:</p>
<blockquote><p>
&#8220;Im Inneren des Mondes wohnen Nazis die die Erde mit Gedankenstrahlen beeinflussen&#8221;. &#8220;Nervengas furzende rosa Drachen werden aus dem Inneren der Erde hervorbrechen und uns alle t&#246;ten!&#8221;. &#8220;Die Gravitationskonstante wird sich spontan &#228;ndern und alle Materie wird auseinander fallen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das ist &#252;belstes Stammtischniveau und ich frage mich, welchen Zweck diese Beispiele haben sollen, wenn nicht den, H&#228;me &#252;ber R&#246;ssler zu ergie&#223;en.<br />
Ok, w&#228;re R&#246;ssler ein Erich v. D&#228;niken oder Johannes v. Buttlar &#8211; dann w&#252;rde ich mich nicht aufregen.<br />
Es geht nicht um einen abgedrehten Freak, sondern um einen ordentlichen Hochschulprofessor mit weit &#252;ber 300 wissenschaftlichen Publikationen. Auch, wenn seine Theorien l&#228;ngst widerlegt sind und sein Erdvernichtungsszenario daher bar jeder Grundlage &#8211; die von ihm geforderte Sicherheitskonferenz mit angemessener &#214;ffentlichkeitsarbeit und sachlicher Diskussion der Ergebnisse ist meines Erachtens die einzige M&#246;glichkeit, seine Argumente f&#252;r die &#214;ffentlichkeit zu entkr&#228;ften.<br />
Schenkelklopfer wie der Florian Freistetters Blogpost helfen nicht dabei, Menschen mit Angst vor dem LHC diese zu nehmen. Die Kluft zwischen den Lagern der &#8220;Wissenschaftsgl&#228;ubigen&#8221; und der &#8220;Wissenschaftsparanoiker&#8221; wird nur gr&#246;&#223;er, weil die ersteren augenrollend &#8220;nicht schon wieder R&#246;ssler&#8221; murmeln und die letzteren sich &#8220;die haben Angst vor der Diskussion, weil sie um Unrecht sind&#8221; zutuscheln.<br />
Bravo.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.volkerkoenig.de/?flattrss_redirect&amp;id=295&amp;md5=4ca0c758c0c60a1e53ac6792d0248e95" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.volkerkoenig.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Verfolger-Freitag</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 09:20:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf Twitter ist es &#252;blich, dass man seinen Followern am Freitag ein paar andere Twitterer empfiehlt, denen zu folgen es sich lohnt.

Nachdem einige dieser Follow-Friday (#ff)-Empfehlungen schon k&#252;nstlerische Ausma&#223;e angenommen hatten, kam mir f&#252;r meinen gestrigen #ff spontan die Idee, ein Video zu drehen und die Empfehlungen so auszusprechen. Und f&#252;r @kaffebeimir war das ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Twitter ist es &#252;blich, dass man seinen Followern am Freitag ein paar andere Twitterer empfiehlt, denen zu folgen es sich lohnt.<br />
<span id="more-208"></span><br />
Nachdem einige dieser Follow-Friday (#ff)-Empfehlungen schon k&#252;nstlerische Ausma&#223;e angenommen hatten, kam mir f&#252;r meinen gestrigen #ff spontan die Idee, ein Video zu drehen und die Empfehlungen so auszusprechen. Und f&#252;r <a href="http://www.twitter.com/kaffeebeimir">@kaffebeimir</a> war das sogar ein <a href="http://opalkatze.wordpress.com/2010/06/04/ff-trostpflaster/">Trostpflaster</a> f&#252;r ein Missgeschick mit Auswirkungen.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=kaM1m-L31VA">http://www.youtube.com/watch?v=kaM1m-L31VA</a></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.volkerkoenig.de/?flattrss_redirect&amp;id=208&amp;md5=1906a129dcc385afbc656a0f17998266" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.volkerkoenig.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Entzugserscheinungen?</title>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 19:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r alle, die auch Entzugserscheinungen nach dem Verschwinden eines bestimmtem Twitterers haben - 
klickt auf der Homepage in meiner Blogroll doch einfach auf seinen Namen. F&#252;r die, die sein Blog nicht kennen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r alle, die auch Entzugserscheinungen nach dem Verschwinden eines bestimmtem Twitterers haben &#8211; <span id="more-107"></span><br />
klickt auf der Homepage in meiner Blogroll doch einfach auf seinen Namen. F&#252;r die, die sein Blog nicht kennen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Eine ambivalente Person (TRIGEMA)</title>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 18:25:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blogwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Journalist]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolfgang Grupp, Chef des TrikotagenTextil-Herstellers TRIGEMA, hat Elita Wiegand letzten Dienstag ein Interview gegeben. Darin zeigte er deutlich, dass das Internet nun - vorsichtig gesagt - nicht gerade seine Welt ist. 
Herrn Grupp kennen wir alle aus den auffallenden TV-Werbespots f&#252;r TRIGEMA. Von einem lustichen Schimpansen anmoderiert kommen unterschiedliche Filmbeitr&#228;ge. Der adrette Herr im ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Grupp">Wolfgang Grupp</a>, Chef des <del datetime="2010-05-09T17:41:34+00:00">Trikotagen</del>Textil-Herstellers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trigema">TRIGEMA</a>, hat <a href="http://www.xing.com/profile/Elita_Wiegand">Elita Wiegand</a> letzten Dienstag ein <a href="http://www.innovativ-in.de/blog/2010/05/04/auf-den-punkt-trigema-chef-wolfgang-grupp-zum-web/">Interview</a> gegeben. Darin zeigte er deutlich, dass das Internet nun &#8211; vorsichtig gesagt &#8211; nicht gerade seine Welt ist. <span id="more-106"></span><br />
Herrn Grupp kennen wir alle aus den auffallenden TV-Werbespots f&#252;r TRIGEMA. Von einem lustichen Schimpansen anmoderiert kommen unterschiedliche Filmbeitr&#228;ge. Der adrette Herr im Dreiteiler, der eine Hand meist zackig in der Hosentasche versenkt, ist Wolfgang Grupp.<br />
Grupp wetterte im Interview gegen ziemlich alles, was er mit dem Internet verbindet. Beispielsweise das mit dem Preisvergleich:</p>
<blockquote><p>Ja, nat&#252;rlich, aber die Online-Shops machen die Gesch&#228;fte kaputt. Die Kunden vergleichen im Internet die Preise und kaufen das billigste Angebot.</p>
</blockquote>
<p>Nat&#252;rlich machen die Kunden das erst durch das Internet und die Onlineshops, vorher hatten wir ja seiner Meinung nach keine Chance, Preisvergleiche zu machen. Wie unreflektiert und einsetiig seine eigene Aussage war, bewies er zwei Tage sp&#228;ter, als er Elita Wiegand einen <a href="http://www.innovativ-in.de/blog/2010/05/06/statement-wolfgang-grupp/trackback/">offenen Brief</a> zumailen lie&#223;, in dem er alles als Missverst&#228;ndnis darstellte und viel relativierte:</p>
<blockquote><p>[...] dass wir einen sehr erfolgreichen Online-Shop haben, der f&#252;r uns und unsere Kunden viele Vorteile bietet, nachdem wir nunmehr alle unsere Produkte auch allen in Deutschland anbieten k&#246;nnen, da unsere Testgesch&#228;fte nur vereinzelt in Urlaubsgebieten sind und der Handel in der Zwischenzeit sehr stark geschrumpft ist und es viele Handelsunternehmen nicht mehr gibt. Damit war die M&#246;glichkeit eines Online-Shops f&#252;r uns eine gro&#223;e Chance die Kunden, die nicht mehr im Einzelhandel unsere Produkte kaufen k&#246;nnen, nunmehr selbst zu bedienen.</p>
</blockquote>
<p>Also macht er genau das, was er den Internetbewohnern vorwirft: Durch Onlineshops wirtschaftliche Vorteile bekommen.<br />
Alles in allem machte Grupp den Eindruck, nicht von dieser Welt, oder wenn doch jedenfalls nicht aus diesem Jahrhundert zu stammen. Und auch nicht aus dem letzten.<br />
Dabei kann man &#252;ber seine Firma in den Medien nie etwas wirklich Schlechtes lesen. Der Spiegel <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8742971.html">portraitierte ihn</a> schon 1997 und bezeichnete ihn als &#8220;Sanften Patriarchen&#8221;. Er ist der unwidersprochene Chef in der Firma, das steht au&#223;er Frage. Aber er tr&#228;gt auch aktiv Verantwortung f&#252;r Firma und Mitarbeiter. Zwar geh&#246;rt TRIGEMA nicht der Tarifgemeinschaft an, zahlt durch Weihnachts- und Urlaubsgeld am Ende &#252;bertariflich, unterst&#252;tzt sogar die <a href="http://www.initiative-mindestlohn.de/aktuell/meldungen/trigema_chef_fordert_mindestlohn/">Initiative Mindestlohn</a> und gibt dem Nachwuchs der Mitarbeiter in gewissem Ma&#223;e eine Besch&#228;ftigungsgarantie.<br />
Andererseits schilderte Grupp in einem Interview mit Der Westen stolz, dass seine Mitarbeiter freiwillig auf &#220;berstundenzuschl&#228;ge verzichtet h&#228;tten. Die genauen Rahmenbedingungen daf&#252;r, die den Beigeschmack eines unterschwelligen &#8220;Gruppenzwangs&#8221; haben, deckt die Zeitung dann direkt auf:</p>
<blockquote><p>Allerdings resultierte dieser Wunsch aus der Ank&#252;ndigung des Firmenpatriarchen, angesichts nach Entlassungen &#8220;beim Daimler&#8221; Schlange stehender Arbeitsplatzbewerber die beliebten freiwilligen &#220;berstunden zugunsten von Neueinstellungen abzuschaffen.</p>
</blockquote>
<p>Sicherlich zahlt er h&#246;here L&#246;hne. Sicherlich gab es nie betriebsbedingte K&#252;ndigungen. Sicherlich ist er sich bewusst, dass er seine Lieferanten nicht in den Bankrott &#252;bervorteilen darf, wenn er mit ihnen zusammen arbeiten will.<br />
Andererseits ist er auch sparsam, </p>
<blockquote><p>[...] unn&#252;tze Kosten verabscheut er. Zum Einkaufen gehen die Grupps daher auch in den &#246;rtlichen Aldi. &#8220;Das ist erste Qualit&#228;t, ich bewundere die Unternehmer Albrecht.&#8221; (SPIEGEL 1997)</p>
</blockquote>
<p>Klar, die Albrechts sind Wunderkinder der Deutschen Wirtschaft, was aber auch mit geringen L&#246;hnen, harter Akkordarbeit an der Kasse, Einsparungen im Ladeninterieur und einem knallhartem Preisdiktat den Lieferanten gegen&#252;ber erkauft wurde. Und Grupp weiss das genau:</p>
<blockquote><p>Nur beruflich ist er mit den Gebr&#252;dern aneinandergeraten. 1995 hat er sie als Kunden verloren, weil er sich weigerte, den Albrechts im Preis nachzugeben. (SPIEGEL 1997) </p>
</blockquote>
<p>Grupp ist sicher ein Ausnahmeunternehmer. Das ist klar.<br />
Aber er hat mehrere Seiten. Eine davon zeigt eine hohe ethische Verantwortung f&#252;r seine Mitarbeiter, die Teil seiner Familie zu sein scheinen. Eine andere zeigt einen spleenig wirkenden Menschen, der einen eigenen Hubschrauber besitzt &#8211; f&#252;r den Showeffekt bei Kundenbesuchen &#8211; und sich das Fr&#252;hst&#252;ck von einem behandschuhten Butler ans Bett liefern l&#228;sst.<br />
Eine weitere Seite zeigt aber eine gewisse Arroganz gegen&#252;ber anderen, die anders leben, anders handeln, einfach anders sind. Und er l&#228;sst sich nicht reinreden in seine Firma:</p>
<blockquote><p>Zu der [Gewerkschaft] hat Wolfgang Grupp ebenfalls eine Meinung: &#8220;Die St&#228;rke der Gewerkschafen resultiert aus der Schw&#228;che des Unternehmers&#8221;.</p>
</blockquote>
<p>Person also mit vielen Facetten.</p>
<blockquote><p>Dieter H&#246;fle von der Gewerkschaft Textil &#8211; Bekleidung in Albstadt r&#228;umt ein: &#8220;Grupp hat zur richtigen Zeit das Richtige getan.&#8221; (SPIEGEL 1997)</p>
</blockquote>
<p>Hoffen wir f&#252;r ihn und seine Mitarbeiter, dass er auch in der aktuellen &#8220;Social-Media-Revolution&#8221; das richtige tut.<br />
Bislang waren die (industriellen) Revolutionen stets von den Unternehmen betrieben und meist mit massiven, einschneidenden Ver&#228;nderungen bei den Besch&#228;ftigten verbunden. Beliebtes Beispiel: Die Einf&#252;hrung Diesel-Lokomotive. Sie f&#252;hrte dazu, dass der Heizer, der bei den Dampfloks erforderlich war, wegfallen konnte. Ergebnis: Weniger Arbeiter f&#252;r das gleiche Ergebnis = mehr Profit.<br />
Dieselben Unternehmer, die gestern noch im Streit mit den Gewerkschaften anf&#252;hrten, dass in Gro&#223;britannien noch jahrelang &#252;berfl&#252;ssige Heizer auf Dieselloks mitfuhren, weil Gewerkschaften nichts anders tun, als die Besitzst&#228;nde ihrer Mitglieder zu sichern, bezeichnen heute das Internet als &#252;berfl&#252;ssig oder gar gef&#228;hrlich, um ihre eigenen Pf&#252;nde zu bewahren.<br />
Aber zum Gl&#252;ck gibt es schon Unternehmer, die mit der Zeit gehen und sich nicht vor Ver&#228;nderungen f&#252;rchten. Und sie werden immer mehr. Die S&#228;ugetiere haben ja auch mal klein angefangen, bevor sie die Dinosaurier verdr&#228;ngt haben.<br />
Hoffnung f&#252;r Grupps Imperium besteht, denn TRIGEMA nutzt die neuen Medien bereits:<br />
<a href="http://twitter.com/trigema"><img id="image111" src="http://volkerkoenig.de/wp-content/uploads/2010/05/trigema.jpg" alt="trigema.jpg" /></a><br />
Eine <a href="http://www.facebook.com/TRIGEMA">Facebook-Gruppe</a> ist auch vorhanden.</p>
<p><strong>UPDATE</strong>: Gestern Abend hat Wolfgang Grupp in einer Sonderssendung des Webradios <a href="http://www.cliq.fm/">CLIQ.FM</a> Stellung bezogen &#8211; die <a href="http://www.cliq.fm/podcast/2010/5/10/sondersendung-mit-wolfgang-grupp-und-elita-wiegand.html">Sendung</a> liegt als Podcast bereit.</p>
<p><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/6cd7f65785484d7c8a9621d91e2b324c" width="1" height="1" alt=""/></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.volkerkoenig.de/?flattrss_redirect&amp;id=106&amp;md5=c19fdb1cd026a83aa466b317a3f4d373" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.volkerkoenig.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Opt-In oder nicht &#8211; das ist hier die Frage. (Update)</title>
		<link>http://www.volkerkoenig.de/2010/05/07/opt-in-oder-nicht-das-ist-hier-die-frage/</link>
		<comments>http://www.volkerkoenig.de/2010/05/07/opt-in-oder-nicht-das-ist-hier-die-frage/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 May 2010 19:38:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Journalist]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor 1 1/2 Wochen bloggte ich &#252;ber einen Anruf der Firma Primacall bei mir. Der mir wieder einfiel, als der Streit von Primacall mit Spreeblick wieder aktuell wurde: Heute war wieder ein Gerichtstermin.
Primacall reagierte auch auf meinen Beitrag mit einer L&#246;schaufforderung. Mit der m&#246;chte ich mich jetzt befassen.
Aus Blogs und Zeitungen sind wir gewohnt, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 1 1/2 Wochen bloggte ich &#252;ber einen Anruf der Firma <a href="http://www.primacall.de">Primacall</a> bei mir. Der mir wieder einfiel, als der Streit von Primacall mit <a href="http://www.spreeblick.de">Spreeblick</a> wieder aktuell wurde: Heute war wieder ein <a href="http://www.spreeblick.com/2010/03/22/primacall-vs-spreeblick/">Gerichtstermin</a>.<span id="more-104"></span><br />
Primacall <a href="http://volkerkoenig.de/index.php/2010/05/03/p_m_/">reagierte</a> auch auf meinen Beitrag mit einer L&#246;schaufforderung. Mit der m&#246;chte ich mich jetzt befassen.<br />
Aus Blogs und Zeitungen sind wir gewohnt, dass die einfache L&#246;schanforderung schon seit Jahren von der Abmahnung, die Abmahnung von der &#8220;Einstweiligen&#8221; abgel&#246;st wurden. Die Kanzlei ADVOVOX bem&#228;ngelte in ihrer L&#246;schungsaufforderung insgesamt vier Aussagen im Blogbeitrag:</p>
<ul>
<li>Primacall f&#252;hre Cold Calls durch<br />
Stimmt, ob das so ist kann ich im Moment weder beweisen noch widerlegen. Eine Aussage, ob der Anruf bei mir ein Cold Call war, wird folgen.</li>
<li>Primacall habe absurde bis l&#228;cherliche Forderungen an Spreeblick gestellt<br />
Ok, das ist sehr wertend. Ob Primacall sich &#8220;lediglich um eine g&#252;tige Einigung&#8221; bem&#252;ht hat, mag jeder selber anhand der Text im Spreeblick beurteilen.
</li>
<li>Primacall arbeite nach wie vor auf die im <a href="http://www.spreeblick.com/2007/06/12/primacall/">Spreeblick-Beitrag von 2007</a> beschriebene Weise.<br />
Bezogen auf einige Details des Anrufablaufs stimmt das durchaus, wie ich im &#252;berarbeiteten Beitrag demn&#228;chst beschreiben (und belegen) werde. Bezogen auf das Durchf&#252;hren von Cold Calls jedoch: Siehe oben.</li>
<li>Die Aussage, meine Daten stammten aus einem Gewinnspiel, seien nicht vorgeschoben gewesen.<br />
Auch hier warte ich auf die Antwort meiner T5F-Anfrage (hier nochmal als <a href="http://volkerkoenig.de/wp-content/uploads/2010/04/t5f%20primacall%20roh.rtf">RTF-File</a> zur individuellen Anpassung)</li>
</ul>
<p>Alles in allem ein &#252;berraschend (und erfreulich) sachliches Schreiben, das hoffen l&#228;sst, dass der Streit zwischen Primacall und Spreeblick auch mal endet.<br />
Einen Nachsatz hat die unterzeichnende Josefine Pilz noch gegeben &#8211; ich fragte den Anrufer ja, ob meine Telefonnummer so richtig mit einem doppelten Opt-In gepr&#252;ft wurde.<br />
Frau Rechtsanw&#228;ltin Pilz ist der Ansicht, dass ein doppelter Opt-In bei Telefonreklame unm&#246;glich sei.<br />
Und das ist der Punkt, wo der Hund auch begraben liegt.<br />
Reklame per Mail zu verschicken oder oder per Telefon zu t&#228;tigen ist heutzutage und in Deutschland nur erlaubt, wenn der Empf&#228;nger dem Absender das erlaubt. Erlauben muss man es vor dem Anruf oder der Mail (klar, gell?).<br />
Wenn es um Abmahnungen und Internet geht, kommt man kaum um den k&#252;rzlich verstorbenen G&#252;nter Freiherr v. Gravenreuth herum. Er hat einge Zeit f&#252;r Nachrichten und Blogbeitr&#228;ge gesorgt, weil er den von ihm nicht erlaubten Versand von Newslettern (die letztlich auch einen Werbecharakter haben) <a href="http://www.symweb.de/news/abmahnung-internetseiten-rechtsanwalt__219.htm">abgemahnt</a> hat.<br />
In vielen F&#228;llen bekam er die Newsletter tats&#228;chlich, weil sie beim Absender &#252;ber ein Webformular bestellt waren. So etwas nennt man Opt-In und es ist der Gegensatz zum Opt-Out, wo man den Newsletter einfach mal an alle m&#246;glichen Adressen verschickt und einen Link einbaut, mit dem er schnell wieder abbestellt werden kann.<br />
Dieser &#8220;einfache Opt-In&#8221; durch ein Webformular hat jedoch einen Pferdefu&#223;: Der Newsletterversender weiss nur, dass <em>irgendjemand</em> den Newsletter f&#252;r einer bestimmten Mailadresse angefordert hat. Ob es in diesen F&#228;llen <em>wirklich</em> der Freiherr selbst war, der den Newsletter anforderte, oder jemand, der ihn &#228;rgern wollte, weiss er nicht. So ist bei Menschen, die im Netz kontrovers diskutiert werden, die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass sie Opfer von Scherzkeksen werden, die sie mit Newslettern oder gar <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/sebastian_edathy-575-37545--f250594.html#q250594">Plastik-Vaginas</a> &#8220;begl&#252;cken&#8221;.<br />
Ich muss Freiherr von Gravenreuth daher sogar Recht geben: Ein solcher &#8220;einfacher Opt-In&#8221; ist nicht ausreichend, um als Werbender <em>nachzuweisen</em>, dass eine bestimmte Person einen Newsletter bestellt hat. Daher wurde der &#8220;doppelte Opt-In&#8221; &#252;blich. Bei diesem Verfahren wird an die Mailadresse des potenziellen Empf&#228;ngers eine EMail ohne werbenden Inhalt geschickt, in der ein Best&#228;tigungslink enthalten war. W&#252;rde der nicht geklickt w&#252;rde der Newsletter nicht versandt. Es ist zudem unerheblich, ob der Empf&#228;nger wirklich die vorgegebene Person ist. Der Zugriff auf das angegebene Postfach ist zum Anklicken des Best&#228;tigungslinks erforderlich, das reicht.<br />
Bei einem Opt-In f&#252;r Telefonreklame ist das mit dem &#8220;doppelten Opt-In&#8221; nat&#252;rlich anders: Um zu &#252;berpr&#252;fen, ob die Telefonnummer wirklich der Person &#8220;geh&#246;rt&#8221;, die die Einwilligung zur Telefonreklame gibt, hilft es wenig, eine Best&#228;tigungsmail zu versenden.<br />
Vielmehr m&#252;sste ein Best&#228;tigung<em>anruf</em> get&#228;tigt werden. Dazu ben&#246;tigt man beispielsweise einen &#8211; sicherlich nicht billigen &#8211; Computer, der die Anrufe t&#228;tigt und per Tastendruck oder Spracherkennung verifiziert, ob der Angerufene wirklich mit Reklameanrufen einverstanden ist. Alternativ kann man auch ein Callcenter beauftragen &#8211; beides teuer und aufw&#228;ndig. Zudem ist eine EMail zur zeitversetzten Kommunikation ideal, ein Telefonanruf nicht.<br />
Wird das Gewinnspiel, in dessen Rahmen die Reklameeinwilligung erteilt wird, beispielsweise vom Arbeitsplatz aus durchgef&#252;hrt, ist die Rufnummer zu Hause nat&#252;rlich nicht bzw. nicht mit dem Gewinnspielteilnehmer besetzt. Telefonanrufe sind in diesem Zusammenhang nicht zur zeitversetzten Kommunikation geeignet, jedenfalls werden nur die wenigsten eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter beantworten, um dadurch ihre Einwilligung f&#252;r Werbeanrufe zu geben&#8230; wiederholte Versuche, um den Teilnehmer pers&#246;nlich zu erreichen, sind erforderlich.<br />
Aber &#8211; um es deutlich zu sagen &#8211; der Opt-In ist <em>m&#246;glich</em>, wenngleich mehr als <em>unwirtschaftlich</em>.<br />
In der Praxis muss der Reklametreibene nachweisen, dass er eine Einwilligung hat &#8211; es ist dem Angerufenen schlie&#223;lich unm&#246;glich, nachzuweisen, dass es nicht so ist. Ich kann schlie&#223;lich auch nicht nachweisen, dass ich heute kein Ufo gesehen habe.<br />
Ein einfacher Opt-In hat meiner Meinung nach immer nur den Chrarakter einer Behauptung &#8211; denn ein Nachweis, dass zwischen der Reklamezusage und der Mailadresse oder Telefonnummer ein echter Zusammenhang besteht, ist kaum m&#246;glich.
</p>
<p><strong>Update:</strong><br />
Wie Udo Vetter im Lawblog <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/02/12/sie-haben-ein-preisausschreiben-gemacht/">berichtet</a>, ist der BGH derselben Ansicht. Insbesondere muss der Anrufer (in diesem Fall die AOK) sich nicht nur darauf berufen, dass man irgendwann mal irgendwo mit einem Haken Werbeanrufen zugestimmt habe, sondern diese Anruferlaubnis vorliegen haben. </p>
<p>
<img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/94cc9c81854f46a9a5eae25e4ab17a4d" width="1" height="1" alt=""/></p>
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		<title>Mein Primacall-Blogbeitrag</title>
		<link>http://www.volkerkoenig.de/2010/05/03/p_m_/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 18:06:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Journalist]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier im Blog  stand bis eben ein Bericht &#252;ber einen Anruf einer Telefonfirma aus Berlin.
Den hab ich (erstmals seit ich "im Internet" bin, &#252;brigens) gerade wieder rausgenommen. Weil ich eine "Inkenntnissetzung" betitelte Mail und (unabh&#228;ngig voneinander) ein Schreiben einer Anwaltskanzlei namens ADVOVOX erhalten habe.
Was eine solche "Inkenntnissetzung" ist, k&#246;nnt Ihr erfahren, wenn Ihr ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier im Blog  stand bis eben ein Bericht &#252;ber einen Anruf einer <a href="http://www.primacall.de">Telefonfirma aus Berlin</a>.<br />
Den hab ich (erstmals seit ich &#8220;im Internet&#8221; bin, &#252;brigens) gerade wieder rausgenommen. Weil ich eine &#8220;Inkenntnissetzung&#8221; betitelte Mail und (unabh&#228;ngig voneinander) ein Schreiben einer Anwaltskanzlei namens <a href="http://www.advovox.de">ADVOVOX</a> erhalten habe.<span id="more-100"></span><br />
Was eine solche &#8220;Inkenntnissetzung&#8221; ist, k&#246;nnt Ihr erfahren, wenn Ihr Udo Vetters Vortrag bei der re:publica 2010 mal anschaut (Video am Ende). In groben Worten: F&#252;r fremde Inhalte, wie in den Kommentaren, bin ich nur verantwortlich, wenn ich Kenntnis davon habe, dass sie da sind. Oder, bei besonders &#8220;riskanten&#8221; Themen, wenn ich dar&#252;ber Kenntnis habe, dass jemand in den Kommentaren mal die Sau rauslassen und durchs Dorf treiben will.<br />
Da gab es mal einen inzwischen verstorbenen Rechtsanwalt (&#252;ber den ich vor 15 Jahren in der c&#8217;t geschrieben habe), der bei Artikeln &#252;ber ihn die Onlinemagazine in Kenntnis setzte, dass mit b&#246;sen Forenkommentaren zu rechnen sei &#8211; und damit hatten die Admins eine ziemliche Kontrollpflicht und klemmten die Foren oft ganz ab.<br />
Ich wurde nun von jemand, der <em>behauptet</em>, Rechtsanwalt zu sein, in Kenntnis gesetzt, dass mit trolligen Kommentaren zu rechnen sei. Er behauptet dabei nichteinmal, dass irgendwer ihn zur Vertretung irgendjemandes Interessen beauftragt habe.<br />
Komisch &#8211; vielleicht h&#228;tte er mal versucht, etwas zu kommentieren? Die Kommentare sind n&#228;mlich zur Abwehr von Verlinkern moderiert (&#196;tsch!). Aber weg glaubt, ein Gratiskonto bei GMX mit Reklame in der Signatur sei bei einer Anwaltskanzlei, die &#8220;was im Internet&#8221; macht, glaubw&#252;rdig, denkt vermutlich nicht so weit.<br />
Doch diese Bl&#246;dheit ist nicht das einzige, was mich stutzig gemacht hat. Ein Blick in mein Impressum h&#228;tte ihm gezeigt, dass die IP-Adressen zwischengespeichert werden. Das heisst, ich kann &#252;ber die IP-Adressen feststellen, welche Bewegungen ein Besucher hier im Blog gemacht hat. Und da GMX die IP-Adresse des Mailabsenders in den Header-Zeilen unterpringt, waren seine Zugriffe leicht zu finden: Eine IP-Adresse hat heute um 14 erst den Primacall-Artikel gelesen, dann mein Impressum und innerhalb der n&#228;chsten Minuten rund 30 Mal den urspr&#252;nglichen Artikel. Ui, denkt man da.<br />
Ratet mal, wo die Adresse laut www.utrace.de &#246;rtlich anzun&#228;hern ist.<br />
Berlin?<br />
Ha, das w&#228;re zu einfach.<br />
Hamburg?<br />
Weit gefehlt!<br />
Offiziell in Duisburg. Und sie geh&#246;rt dem Rechenzentrum einer gro&#223;en Chemiefirma, die auf der Stadtgrenze von Duisburg und Krefeld sitzt.<br />
Und jetzt ratet mal, wessen Webmaster ich eben schon angeschrieben und &#252;ber diese Zugriffe aus seinem Netz heraus in Kenntnis gesetzt habe.<br />
Da mich mit dieser EMail irgendjemand nur &#228;rgern wollte, habe ich den Artikel <em>deshalb</em> nicht gel&#246;scht. Die &#8220;Inkenntnissetzung&#8221; hab ich eben schon in der Stra&#223;enbahn gelesen und mich k&#246;stlich &#252;ber die Schreibfehler und die unjuristische Wortwahl am&#252;siert. Danke daf&#252;r, you made my day.</p>
<p>Professioneller war hingegen das Schreiben der Anwaltskanzlei ADVOVOX. Diese ist tats&#228;chlich in Berlin ans&#228;ssig und hat ihre B&#252;ros im gleichen Geb&#228;ude, wie Primacall.<br />
Sie fordern mich zur L&#246;schung des Beitrages auf und beziehen sich auf insgesamt vier konkrete Formulierungen. Zum einen h&#228;nge ich nicht an den Formulierungen, zum anderen bezieht sich die unterzeichnende Anw&#228;ltin auch konkret auf das Kernproblem des Telefonnummernsammelns via Internet-Gewinnspiel. Darauf werde ich hier in den n&#228;chsten Tagen genauer eingehen, denn ich meine, dass ein Opt-In, durch das Primacall und andere eine Erlaubnis f&#252;r Telefonwerbung zu erhalten glauben, auf diese Weise so gut wie gar nicht m&#246;glich ist &#8211; ein einfaches Opt-In reicht wegen des Missbrauchsrisikos meines Erachtens nicht, ein doppeltes Opt-In ist zwar nicht unm&#246;glich, w&#252;rde aber bei jeder Rufnummer einen R&#252;ckruf bedeuten.<br />
Dazu kommt, dass das Schreiben zwar deutlich, aber nicht unfreundlich oder &#252;berzogen formuliert ist. Ein Brief mit einfacher Post ohne Anwaltsrechnung und mit einer angemessenen Frist &#8211; das nimmt aller Emp&#246;rung den Wind aus den Segeln.<br />
Warum, fragte ich mich, eskalierte der Streit mit dem Spreeblick derart? Ich m&#246;chte dazu <a href="http://www.spreeblick.com/2009/09/04/previously-on-primacall-gegen-spreeblick/">Johnny H&#228;usler zitieren</a> (Hervorhebung von mir):</p>
<blockquote><p>Im letzten Jahr meldete sich Primacall erneut und forderte uns <em>diesmal ohne anwaltliche Unterst&#252;tzung</em> auf, den Artikel inkl. der Kommentare zu l&#246;schen, da lt. Primacall einige &#196;u&#223;erungen unseres Interviewpartners, der 2007 seine Aussagen in der RBB-TV-Sendung „Klipp und Klar“ wiederholt hatte, nicht korrekt w&#228;ren.</p>
</blockquote>
<p>Der Primacall-Artikel ist zwar abgeschaltet, aber diejenigen, die noch meine vorbereitete Datenschutzanfrage nach T5F-Muster herunterladen wollen, k&#246;nnen dies &#252;ber diesen <a href="http://volkerkoenig.de/wp-content/uploads/2010/04/t5f%20primacall%20roh.rtf">Link</a>. Und der Primacall-Artikel kommt wieder, wenn ich die von ADVOVOX bem&#228;ngelten Passagen &#252;berarbeitet habe.</p>
<p>
[youtube sfiQCq42Q_E]</p>
<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/fa7408394c0d4899908cbe791981c8f2" width="1" height="1" alt=""/></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Lanze gegen Abmahnungen? Willkommen im Leben.</title>
		<link>http://www.volkerkoenig.de/2010/05/02/lanze-gegen-abmahnungen-willkommen-im-leben/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 15:53:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Journalist]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolfgang Michal hat auf Carta.info ein Steinchen ins Rollen gebracht. Er fordert, eine Lanze gegen den Missbrauch des Abmahnwesens zu brechen. Im Grunde hat er ja Recht.
So hab ich auch heftig genickt, als ich den Beitrag las. Nur danach fielen mir einige aus meinen eigenen Recherchen bekannte Webseiten ein, die genau das schon tun: ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.freischreiber.de/wolfgang-michal">Wolfgang Michal</a> hat auf <a href="http://carta.info/">Carta.info</a> ein Steinchen ins Rollen gebracht. Er fordert, eine Lanze gegen den <a href="http://carta.info/26015/abmahnrepublik-deutschland-i/">Missbrauch des Abmahnwesens</a> zu brechen. Im Grunde hat er ja Recht.<span id="more-98"></span><br />
So hab ich auch heftig genickt, als ich den Beitrag las. Nur danach fielen mir einige aus meinen eigenen Recherchen bekannte Webseiten ein, die genau das schon tun: Eine Lanze gegen Abmahnungsmissbrauch zu brechen.<br />
Abmahnungen an sich sind nicht b&#246;se. Vom Grundgedanken her sollen sie sogar &#8211; insbesondere im Gesch&#228;ftsverkehr &#8211; teure und langwierige Gerichtsverfahren &#252;berfl&#252;ssig machen. In der Praxis werden Abmahnungen jedoch gerne missbraucht, um (vermeindliche) Konkurrenten aus der Kurve zu werfen oder kritische Berichte &#252;ber die eigenen T&#228;tigkeiten zu unterbinden.<br />
Abmahnungen sollten urspr&#252;nglich dazu dienen, Gerichte von Streitigkeiten zwischen Gewerbetreibenden zu entlasten. Zwei Kontrahenten treffen sich, kommunizieren und stellen fest, dass einer von beiden sich falsch verhalten und dem andern Schaden zugef&#252;gt hat. Ein Vertrag wird geschlossen, der beiden Rechtssicherheit bringt: Du sch&#228;digst mich nicht mehr und ich verklage dich nicht f&#252;r die bisherigen Sch&#228;den.<br />
Durch die fallenden Grenzen zwischen Publizist und Publikum, zwischen Gewerbetreibendem und Verbraucher kommen auch absurde Formen der Abmahnung zum Vorschein. Grob gesehen kann man sie in folgende Kategorien einteilen:</p>
<ul>
<li>David ./. Goliath<br />
Eine gro&#223;e Firma mahnt kleine H&#228;ndler oder Produzenten ab. Die gro&#223;e Firma kann dabei verschiedene Intentionen haben. Jack Wolfskin wollte beispielsweise gegen <a href="http://www.werbeblogger.de/2009/10/17/jack-wolfskin-eroeffnet-den-abmahn-herbst/">vermeindliche Kopien</a> seines Markenzeichens angehen. Damit schaffte der Outdoor-Spezialist es bis in den <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,655890,00.html">SPIEGEL</a> &#8211; und merkte dann, wie sinnlos und <a href="http://www.blog.ip-profis.de/jack-wolfskin-abmahnung-wir-vernichten-jacken-mit-unserem-logo/">unpopul&#228;r</a> diese Ma&#223;nahme doch ist.<br />
Bei den T-Shirts von &#8220;Ed Hardy&#8221; schien es eher um eine Marktbereinigung zu gehen. Gerechtfertigt finde ich das Abmahnen bei gewerbsm&#228;&#223;igem <a href="http://www.abmahnung-internet.de/abmahnung-ed-hardy.htm">Vertrieb von Plagiaten</a> schon, aber wenn auch der <a href="http://www.internetrecht-rostock.de/abmahnung-ed-hardy.htm">Vertrieb von &#8220;Originalen&#8221;</a> abgemahnt wird, die in Deutschland z.T. nur noch nicht in den L&#228;den h&#228;ngen, handelt es sich eher um &#8220;Sortimentshygiene&#8221;. Im Zeitalter der Globalisierung die M&#228;rkte lokal unterscheiden zu wollen ist schon denkw&#252;rdig.
</li>
<li>Raubkopien<br />
Abmahnungen wegen Raubkopien sind seit <a href="http://volkerkoenig.de/index.php/2007/05/18/im-netz-verfangen/">Mitte der 1990er</a> an der Tagesordnung. Im Prinzip ist es ok, so vorzugehen, wenn die vorgeworfene Tat das gebietet. Jugendlichen, die mal eine Hand voll MP3 per P2P-Tauschb&#246;rse getauscht haben und denen man mangels &#8220;Taten&#8221; nichts anderes vorwerfen kann, werden aber genauso abgemahnt, wie gro&#223;e, wirklich gesch&#228;ftsm&#228;&#223;ig arbeitende Plagiateure. Das ist nicht angemessen, und trotz der inzwischen gesetzlich verf&#252;gten H&#246;chstsumme f&#252;r die Abmahnung von 100 EUR bei kleinen, nicht gewerbsm&#228;&#223;igen &#8220;Erstt&#228;tern&#8221; versuchen die Rechteinhaber nach wie vor mit absurden Berechnungen, aus jedem heruntergeladenen MP3 ein Schwerverbrechen zu konstruieren.</li>
<li>Meinungs&#228;u&#223;erung<br />
Das kommt in letzter Zeit immer h&#228;ufiger vor und war auch Wolfgang Michals Aufh&#228;nger. Egal, ob <a href="http://www.bildblog.de/18047/axel-springer-mahnt-bildblog-ab/">BILDBlog</a>, <a href="http://www.spreeblick.com/2009/09/04/previously-on-primacall-gegen-spreeblick/">Spreeblick</a>, die <a href="http://www.ruhrbarone.de/spd-spitzenkandidatin-kraft-gegen-ruhrbarone/">Ruhrbarone</a> &#8211; wer auch immer bloggt oder twittert oder auf eine andere Weise im Internet seine Meinung &#228;u&#223;ert kann abgemahnt oder gar mit einer &#8220;Einstweiligen&#8221; begl&#252;ckt werden.
</li>
</ul>
<p>Eine solche Abmahnung kann alle Blogger, die mehr als aktuelle Zustandsmeldungen und Wetterberichte schreiben, treffen. Auch ich schaue nach mancher Ver&#246;ffentlichung sehr genau in die Serverlogs und mein Adrenalinspiegel steigt, wenn ich beispielsweise Zugriffe auf kritische Beitr&#228;ge finde, die den Beitrag &#252;ber einschl&#228;gige Google-Suchbegriffe gefunden haben und danach zu gezielten Zugriffen auf das Impressum f&#252;hren.<br />
Also ist Vernetzung angesagt, um die Risiken durch Kampfabmahnungen zur Unterdr&#252;ckung b&#246;ser Meinungen zu minimieren. Und da muss ich Wolfgang Michal bitten, mal etwas zu googeln: Es gibt </p>
<ul>
<li><a href="http://abmahnwelle.de/">Abmahnwelle e.V.</a> mit dem n&#252;tzlichen <a href="http://www.abmahnwarner.de/">Newsletter</a></li>
<li>Anw&#228;lte mit guter <a href="http://www.neubauerlaw.de/blog/">Web-&#214;ffentlichkeitsarbeit</a> und <a href="http://www.lawblog.de">Erfahrungen</a> mit dem Thema und EDV-kompatiblen <a href="http://www.neubauerlaw.de/Checklisten.pdf">Checklisten</a> f&#252;r alle Netizens.</li>
<li><a href="http://recht-im-internet.de/themen/abmahnung.htm">Schreibende Juristen</a>, die in Zeitungen zu diesem Thema publizieren</li>
<li>Und noch eine un&#252;berschaubare Zahl an Anw&#228;ltskanzleien und Initiativen, die gegen alle oder einzelne Abmahnaspekte vorgehen.</li>
</ul>
<p>Was wir brauchen, ist also keine Lanze gegen die Abmahnungsindustrie, sondern h&#246;chstens eine Art &#8220;Einsatzleitstelle&#8221;. Aber bitte kein Lostreten von <a href="http://carta.info/26015/abmahnrepublik-deutschland-i/#comment-12827">alten Diskussionen</a>, die vor 10 Jahren schon <a href="http://volkerkoenig.de/index.php/2007/05/18/im-netz-verfangen/">von gestern</a> waren.</p>
<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/e533422cc68d4e3a99df0c2066f44513" width="1" height="1" alt=""/></p>
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		<title>Kommt die Internet-Sperre?</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 09:28:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vk</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blogwelt]]></category>
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		<description><![CDATA[taz, 12.8.2008: „…Das Kontrollsystem, das ‚Reporter ohne Grenzen’ in China aufdeckte, ist mehrstufig und erinnert nicht nur ausl&#228;ndische Beobachter an eine Orwellsche B&#252;rokratie. Demnach sind allein drei Regierungs- und Parteibeh&#246;rden federf&#252;hrend beteiligt: Das ‚B&#252;ro der Internet-Propaganda-Verwaltung’, das ‚B&#252;ro f&#252;r Information und &#246;ffentliche Meinung’ sowie das ‚Internet-B&#252;ro’. In Peking, wo die wichtigsten kommerzielle Website-Betreiber des ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>taz, 12.8.2008: „…Das Kontrollsystem, das ‚Reporter ohne Grenzen’ in China aufdeckte, ist mehrstufig und erinnert nicht nur ausl&#228;ndische Beobachter an eine Orwellsche B&#252;rokratie. Demnach sind allein drei Regierungs- und Parteibeh&#246;rden federf&#252;hrend beteiligt: Das ‚B&#252;ro der Internet-Propaganda-Verwaltung’, das ‚B&#252;ro f&#252;r Information und &#246;ffentliche Meinung’ sowie das ‚Internet-B&#252;ro’. In Peking, wo die wichtigsten kommerzielle Website-Betreiber des Landes sitzen, wurde zus&#228;tzlich eine &#246;rtliche Beh&#246;rde aufgebaut, die sich ‚Pekinger Verwaltungsb&#252;ro f&#252;r Internet-Informationen’ nennt…“<br />
<span id="more-85"></span><br />
taz, 15.4.2009: „…In den Kinderporno-Sperrvertr&#228;gen verpflichtet sich das BKA, t&#228;glich eine aktualisierte Liste mit kinderpornografischen Webseiten zu erstellen. Die Internet-Provider, unter anderem T-Online und Arcor, wollen sich verpflichten, den Zugang zu diesen Angeboten zu blockieren…“</p>
<p>Bundesministerin von der Leyen in Pressekonferenz: „…Millionenindustrie…“</p>
<p>CCC, 18.4.2009: „…Das Thema ist nat&#252;rlich sehr heikel und wir sind uns alle einig, dass Kindesmissbrauch und seine Darstellung bek&#228;mpft werden m&#252;ssen. Aber wer etwas vom Internet versteht, erkennt leicht, dass hier nur ein Strohmann aufgebaut wird und es vor allem darum geht, Akzeptanz f&#252;r Zensur zu schaffen…“</p>
<p>FAZ, 5.5.2009: „…Die SPD-Jugendexpertin Marks m&#246;chte Internetsperren auch bei Pornos mit Jugendlichen bis 18 Jahren…“</p>
<p>taz, 6.5.2009: „…leicht zu umgehende DNS-Sperren…“</p>
<p>Bundesministerin von der Leyen an Spreeblick.de, 14.5.2009: „…..derzeit….“</p>
<p>Bundesministerin von der Leyen im Radiointerview „…k&#246;nnen h&#246;chstens 20%, und darunter sind schwer p&#228;dokriminelle….“</p>
<p>taz, 9.6.2009: „…Peking verordnet Computerfirmen die Installation einer Zensursoftware um gegen pornographische Inhalte vorzugehen. Dahinter stecken aber politische Motive…“</p>
<p>Bundesministerin von der Leyen in Podiumsdiskussion: „…Milliardenindustrie…“</p>
<p>Bundestagsdebatte, 3.12.2009, Bundesminister zu Guttenberg: „…in den Zeiten der Krise die berechtigten Interessen der Musikindustrie als boomende Exportbranche zu sch&#252;tzen…“</p>
<p>6 Monate Pause.</p>
<p>FAZ, 12.6.2010 „…wurde Karl-Ferdinand M&#252;ller zum Direktor des Internet-B&#252;ros beim Bundeskriminalamt berufen. Zu den Aufgaben der neu eingerichteten Abteilung geh&#246;rt auch die Aktualisierung der Liste mit kinderpornographischen Websites…“</p>
<p>Bundesminister zu Guttenberg, 19.7.2010: „…m&#252;ssen zum Schutz der inl&#228;ndischen Plattenlabel und Verlagsh&#228;user Websites mit Medien, die der Creative Commons Lizenz unterliegen, gesperrt werden…“</p>
<p>Bundesministerin von der Leyen, 14.9.2010: „…Schutz unserer Kinder vor Medien mit verst&#246;renden Inhalten umzusetzen … vom Internet-B&#252;ro des BKA eine tagesaktuelle Liste erstellen…“</p>
<p>Bundesinnenminister Sch&#228;uble, 3.9.2010: „…den &#246;ffentlichen Frieden st&#246;rende sogenannte BLOGs in Zeiten der terroristischen Gefahr als Keimzelle der Gewalt und Kontaktb&#246;rse f&#252;r Terrorcamps…“</p>
<p>Bundesminister zu Guttenberg, 1.10.2010 „…Schutz der inl&#228;ndischen Arbeitspl&#228;tze in der Musikindustrie…“</p>
<p>Bundesministerin von der Leyen, 1.11.2010: „…derzeit…“</p>
<p>12 Monate Pause</p>
<p>BILD, 15.11.2011: „…das Internet-B&#252;ro ins Innenministerium geholt… Karl-Ferdinand M&#252;ller (47) kennt seinen neuen Chef bereits aus dem BND-Untersuchungsausschuss…“</p>
<p>Bundeskanzlerin Merkel, 1.12.2011: „…und niemand sollte hier &#252;ber Zensur reden, es steht jedem offen, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild zu &#228;u&#223;ern. Lediglich der ungehinderte, zuf&#228;llige Zugang zu verst&#246;renden Inhalten wird verhindert, um die Akzeptanz des Internet bei der Bev&#246;lkerung…“</p>
<p>Bundestagsdebatte, 15.1.2012: „…Zwischenruf aus der Fraktion der ‚Piraten’: [Zugang blockiert]…“</p>
<p>Pressemeldung der DPolG, 3.3.2012: „…nach franz&#246;sischem Vorbild alle St&#246;rer aus dem Internet zu entfernen!“</p>
<p>Pressemeldung des Innenministeriums, 4.6.2018: „…nach Einf&#252;hrung von IP V8 die lebenslang g&#252;ltige IP-Adresse als  Ordnungsmerkmal f&#252;r Sozialversicherung und Finanzverwaltung zu benutzen. Bef&#252;rchtungen, die IP-Adresse w&#252;rde zur Einrichtung von personenbezogenen Netzsperren verwendet, entbehren jeglicher Grundlage…“</p>
<p>Bundeskanzlerin Frau von der Leyen: „…derzeit…“</p>
<p>Tagesschau, 2.1.2022: „Zu den mit dem Jahreswechsel in Kraft getretenen Gesetzen geh&#246;rt auch das Gesetz zur Speicherung bestimmter personenbezogener Daten der Netznutzung, dessen Wortlaut zur Vermeidung verst&#246;render Diskussionen nicht ver&#246;ffentlicht wurde. Dies ist nach dem ebenfalls zum Jahreswechsel eingef&#252;hrten Artikel 106f des Grundgesetzes m&#246;glich, wenn ein Gesetz keine Verhaltensvorschriften oder Strafen f&#252;r B&#252;rgerinnen und B&#252;rger enth&#228;lt, sondern sich ausschlie&#223;lich mit staatlichem Handeln befasst.“</p>
<p>S&#252;ddeutsche Zeitung, 1.7.2030: „…blickte Karl-Ferdinand M&#252;ller anl&#228;sslich seiner Pensionierung auf die Entwicklung seiner Beh&#246;rde vom Internet-B&#252;ro zum Verwaltungsb&#252;ro f&#252;r Internet-Informationen (VfII) ohne Bindung an ein Ministerium zur&#252;ck…“</p>
<p>FAZ, 2.7.2030: „…hob Bundespr&#228;sidentin von der Leyen M&#252;llers Einsatz zur Nutzung der lebenslang g&#252;ltigen IP-Adresse als Schl&#252;ssel f&#252;r Netzsperren hervor. ‚Besonders die &#252;ber das VfII direkt und unb&#252;rokratisch umzusetzende Sperre der individuellen Sprach- und Videokommunikation hat nicht nur das Problem der obsz&#246;nen Anrufe nachhaltig gel&#246;st’…“</p>
<p>taz, 2.7.2030: „[Zugang blockiert]“</p>
<p>(frei nach Kurt Tucholksy, „<a href="http://www.textlog.de/tucholsky-pruegelstrafe.html">Was w&#228;re, wenn&#8230;</a>“)
</p>
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		<title>Haft f&#252;r Ehrlichkeit &#8211; ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung.</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 22:12:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blogwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Rande der "Freiheit statt Angst"-Demonstration in Berlin wurde ein Mann - Alios - festgenommen, nachdem er auf Fragen von Polizeibeamten hin vorbehaltslos ein Multifunktionstool, einen Leatherman, herausgegeben hatte. Nach seiner Beschreibung des Vorfalls gereit er an einen sehr umg&#228;nglichen Polizeibeamten und das Drama begann erst, als er zum Einsatzwagen ging, um das (juristisch ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Rande der &#8220;Freiheit statt Angst&#8221;-Demonstration in Berlin wurde ein Mann &#8211; Alios &#8211; festgenommen, nachdem er auf Fragen von Polizeibeamten hin vorbehaltslos ein Multifunktionstool, einen Leatherman, herausgegeben hatte. Nach seiner <a href="http://www.alios.org/blog/2009/09/mein-festnahme-bei-der-freiheit-statt-angst-2009/">Beschreibung</a> des Vorfalls gereit er an einen sehr umg&#228;nglichen Polizeibeamten und das Drama begann erst, als er zum Einsatzwagen ging, um das (juristisch korrekt) als Waffe eingestufte Messer abzugeben, um an der Demo teilnehmen zu d&#252;rfen.<span id="more-81"></span></p>
<p>Die Beamten hielten R&#252;cksprache mit der Zentrale, dem Einsatzleiter, anderen Personen, und am Ende wurde Alios verhaftet. Weshalb? Warum? Eine kafkaske Geschichte erz&#228;hlt er, der ich vorbehaltslos glauben schenke.</p>
<p>Was ist ihm vorzuwerfen?</p>
<p>Eigentlich &#8211; so wie er es beschreibt &#8211; im Fazit noch gar nichts. Er war auf dem Weg, sich dem Demonstrationszug anzuschlie&#223;en, und wurde von Beamten kontrolliert. Das ist nicht un&#252;blich und soll verhindern, dass eben Waffen oder waffen&#228;hnliche Gegenst&#228;nde bei einer Kundgebung mitgef&#252;hrt werden.</p>
<p>Denn das Mitf&#252;hren von Waffen auf Kundgebungen oder auf dem Weg dorthin ist ein Versto&#223; gegen §2, Absatz des <a href="http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/versammlg/gesamt.pdf">Versammlungsgesetzes</a>:</p>
<blockquote><p>(3) Niemand darf bei &#246;ffentlichen Versammlungen oder Aufz&#252;gen Waffen oder sonstige Gegenst&#228;nde, die ihrer Art nach zur Verletzung von Personen oder zur Besch&#228;digung von Sachen geeignet und bestimmt sind, mit sich f&#252;hren, ohne dazu beh&#246;rdlich erm&#228;chtigt zu sein. Ebenso ist es verboten, ohne beh&#246;rdliche Erm&#228;chtigung Waffen oder die in Satz 1 genannten Gegenst&#228;nde auf dem Weg zu &#246;ffentlichen Versammlungen oder Aufz&#252;gen mit sich zu f&#252;hren, zu derartigen Veranstaltungen hinzuschaffen oder sie zur Verwendung bei derartigen Veranstaltungen bereitzuhalten oder zu verteilen.</p>
</blockquote>
<p>Es ist also schon verboten und nach §27 Absatz 1 sogar m&#246;glicherweise strafbar, was Alios dort getan hat:</p>
<blockquote><p>(1) Wer bei &#246;ffentlichen Versammlungen oder Aufz&#252;gen Waffen oder sonstige Gegenst&#228;nde, die ihrer Art nach zur Verletzung von Personen oder Besch&#228;digung von Sachen geeignet und bestimmt sind, mit sich f&#252;hrt, ohne dazu beh&#246;rdlich erm&#228;chtigt zu sein, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. <em>Ebenso wird bestraft, wer ohne beh&#246;rdliche Erm&#228;chtigung Waffen oder sonstige Gegenst&#228;nde im Sinne des Satzes 1 auf dem Weg zu &#246;ffentlichen Versammlungen oder Aufz&#252;gen mit sich f&#252;hrt, zu derartigen Veranstaltungen hinschafft oder sie zur Verwendung bei derartigen Veranstaltungen bereith&#228;lt oder verteilt. </em></p>
</blockquote>
<p>(kursive Markierung von mir)</p>
<p>Jetzt wird Alios nicht allzuviel als Strafe zu erwarten haben, eher gar nichts, denn aus den Umst&#228;nden zeigt sich, dass er die Tat nicht vors&#228;tzlich begangen hat sondern nur fahrl&#228;ssig, denn als ihm die Zusammenh&#228;nge zwischen der Messerklinge am Leatherman und dem Waffenverbot erl&#228;utert wurde, wollte er es abgeben, damit er zur Demo kann und das teure Teil  nach Ende der Kundgebung wiederbekommt.</p>
<p>W&#228;re er b&#246;swillig gewesen, h&#228;tte er umdrehen (&#8220;Ok, dann geh ich wieder nach Hause&#8221;), das Mitf&#252;hren des Tools leugnen oder auf andere Weise die Herausgabe verhindern k&#246;nnen.</p>
<p>Hier geriet er an einen Beamten, der das Versehen genau so erkannt hat. Er musste aber an weitere Beamte &#8220;weitergereicht&#8221; werden, die zwar das Tool zwar an sich nehmen wollten, aber dann nat&#252;rlich die Frage bef&#252;rchten mussten: Wie? Da hat einer auf dem Weg zur Demo eine Waffe mitgef&#252;hrt? Wo zum Kuckuck ist die Strafanzeige? Also R&#252;cksprache, ein Teil der Informationen versandet, und basta, hart durchgreifen bei diesem Chaotengesindel, das sich auf Demos so rumtreibt.<br />
Ein Zusammentreffen sehr ungl&#252;cklicher Umst&#228;nde also.<br />
Weshalb ich dar&#252;ber schreibe:</p>
<p>Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass die Auflagenbescheide f&#252;r Demos nicht nur ausdr&#252;cklich auf das  Waffenverbot hinweisen (oder es lustigerweise nochmal aussprechen &#8211; als ob eine Beh&#246;rde mir etwas verbieten kann, was das Gesetz schon unter Strafe stellt).</p>
<p>Nein, es wird in der Regel nochmal explizit ausgef&#252;hrt, was als Vermummung gilt (Kapuzi + Sonnenbrille, an kalten, klaren Wintertagen nicht selten getragen), was als Schutzwaffe gilt (Helme &#8211; wer mit dem Motorrad anreist, sollte daher ein Helmfach haben oder hat ein Problem) und was f&#252;r Stangen f&#252;r das Aufspannen der Transparente verwendet werden d&#252;rfen. Manche Polizeibeh&#246;rden betehen dabei auf Dachlatten, was die Anreise im Zug schwierig macht &#8211; die viel instabileren und daher weniger als Waffe zu mi&#223;brauchenden Teleskopstangen, die zum Deckenstreichen benutzt werden, sind, da sie aus Metall sind, dann manchmal ausdr&#252;cklich verboten.</p>
<p>Dieser Bescheid geht beim Veranstalter der Demo zwar typischerweise erst unmittelbar vor der Demo ein, aber im Koordinationsgespr&#228;ch, zu dem eine mit Kundgebungen so erfahrene Polizei wie die in Berlin sicherlich einladen wird, bespricht man all das vorher. Und da die Veranstalter weder Autonome noch Punks waren, wird ein solches Gespr&#228;ch sicher stattgefunden haben.</p>
<p>Und dann informiert man &#8211; normalerweise &#8211; in der Einladung nochmal &#252;ber das Verbot.</p>
<p>Wir haben die Einladungen immer doppelt verschickt: Postkarten mit auffallenden Motiven und einem Hinweis auf die Website, wo die komplette Einladung mit den Hinweisen und die Presseinfo zu finden waren. Wurde das vers&#228;umt?</p>
<p>Und weiter: Zu meiner Zeit wurde die Sache mit dem Waffentragungsverbot (so der jurustische Name) in der Schule diskutiert, Politik, Sozialkunde, Geschichte &#8211; es gab gen&#252;gend F&#228;cher. Ok, vielleicht war es, weil damals in Gorleben &#038; Co viele Demos stattfanden und das Verbot von Schutzwaffen (also Helmen und Schilden gegen Schlagst&#246;cke und sogar Atemschutz gegen Wasserwerfer mit Reizstoffen) r&#252;hrt aus dem damaligen R&#252;stungswettlauf zwischen Demonstranten und Polizei her.</p>
<p>Vielleicht ist das ein weiteres Zeichen f&#252;r die Piraten, sich politisch und juristisch zu professionalisieren.
</p>
<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/b30ba7c13cc34d98a070f2c15d7ee023" width="1" height="1" alt=""/></p>
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		<title>Romankapitel zu 140 Zeichen im #bistrowagen</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 20:51:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor]]></category>
		<category><![CDATA[Blogwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hilft der #bistrowagen mir beim &#220;berstundenabbau: Wir tuckern hinter einer defekten Bahn her.

Die Mitfahrg&#228;ste im #bistrowagen werden nerv&#246;s. Oder nicht. Oder hyperventilieren. Oder genie&#223;en die erzwungene Auszeit.

Mir gegen&#252;ber Jack Bauer. Seine Zeit ist knapp. Murmelt nerv&#246;s in seinen getrimmten Bart. #bistrowagen

Neben Jack Bauer sitzt Hellmuth Karasek. Kaut auf der FAZ. Bestellt noch einen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hilft der #bistrowagen mir beim &#220;berstundenabbau: Wir tuckern hinter einer defekten Bahn her.</p>
<p>Die Mitfahrg&#228;ste im #bistrowagen werden nerv&#246;s. Oder nicht. Oder hyperventilieren. Oder genie&#223;en die erzwungene Auszeit.</p>
<p>Mir gegen&#252;ber Jack Bauer. Seine Zeit ist knapp. Murmelt nerv&#246;s in seinen getrimmten Bart. #bistrowagen</p>
<p>Neben Jack Bauer sitzt Hellmuth Karasek. Kaut auf der FAZ. Bestellt noch einen Kaffee. #bistrowagen.</p>
<p>Rechts Ally McBeal. Bl&#228;ttert im Filofax, telefoniert, sagt wegen der Versp&#228;tung Termin heute um 12:30 ab. #bistrowagen</p>
<p>Neben Ally sitzt Hannah Montana. Wedelt auf ihrem iPhone. Trinkt Cola Light. Kichert. Karasek bestellt einen Kaffee. #bistrowagen</p>
<p>Ally sagt wegen der Versp&#228;tung Termin f&#252;r 14:00 Uhr ab. Jack Bauer schaut auf die Uhr. #bistrowagen</p>
<p>Karasek bestellt einen Kaffee. Bauer taxiert unruhig die anderen Fahrg&#228;ste. Vermutet wohl einen Hinterhalt. #bistrowagen</p>
<p>Hannah wedelt auf dem iPhone. Aus ihren Ohrh&#246;hrern tropft Lady Gaga. #bistrowagen</p>
<p>Bauers Augen verengen sich zu Schlitzen. Greift zum Handy. Tippt aus dem Kopf eine lange Nummer. Die von Chuck Norris? #bistrowagen</p>
<p>Ally sagt einen Termin f&#252;r morgen, 9 Uhr ab. Wegen der Versp&#228;tung. Karasek bestellt einen Kaffee. #bistrowagen</p>
<p>Chuck Norris ist nicht erreichbar. Lady Gaga l&#228;uft in Dauerschleife. Hannah rockt und singt mit. #bistrowagen</p>
<p>Karasek hat anscheinend Schmerzen in der Brust. Ally sagt einen Termin f&#252;r morgen 11 Uhr ab. #bistrowagen</p>
<p>Jack Bauer &#246;ffnet seinen Hemdkragen. Hannah wedelt beim Rocken mit ihrem Haar &#252;ber den Tisch. #bistrowagen</p>
<p>Ally sagt einen Termin f&#252;r Samstag ab. Karaseks Lippen laufen blau an. Er ringt nach Luft, bestellt noch einen Kaffee. #bistrowagen</p>
<p>Chuck Norris ruft Jack Bauer zur&#252;ck. Knappe Konversation, das sind echte Profis. #bistrowagen</p>
<p>Allys Handyakku ist leer. #bistrowagen</p>
<p>Hannah tanzt auf dem Tisch zur endlosen Lady Gaga. #bistrowagen</p>
<p>Jack Bauer schaut konzentriert auf die Uhr. Die Zeit l&#228;uft. #bistrowagen</p>
<p>Karasek atmet schwer. Sucht den Defibillator im Aktenkoffer. #bistrowagen</p>
<p>Durchsage: &#8220;Das gest&#246;rte Fahrzeug ist aus dem Gleis entfernt, wir haben freie Bahn!&#8221; #bistrowagen</p>
<p>Karasek atmet durch. #bistrowagen</p>
<p>Ally fragt Hannah, ob sie ihr iPhone benutzen darf, um die Terminabsage f&#252;r 12:30 zu revidieren. #bistrowagen</p>
<p>Auf der Stra&#223;e neben dem Gleisk&#246;rper kommt es zu einem Stau. #bistrowagen</p>
<p>Hannah sitzt wieder, Ally sagt die Terminabsage ab. #bistrowagen</p>
<p>Die defekte Bahn steht auf der Stra&#223;e neben dem Gleis. Daher der Stau! Aber wie kommt sie dahin? #bistrowagen</p>
<p>Jack Bauer l&#228;chelt, als wie die defekte Bahn passieren. Gr&#252;&#223;t jemanden mit einem kurzen Nicken. #bistrowagen</p>
<p>Auf der defekten Bahn steht Chuck Norris und winkt. #bistrowagen</p>
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