Category Archives: Psychotherapie

Noch mehr wissenschaftliche Schlammkrieger: Homöopathie

Im letzten Blogpost schrieb ich von der Art und Weise, wie dank Social Media das Zerwürfnis zwischen CERN-Befürwortern und Menschen, die eine CERN-Apokalypse befürchten, nicht beseitigt wird.
Ein ähnliches Schlachtfeld tut sich beim Thema Homöopathie auf. Continue reading

Wissenschaftlicher Kindergarten

Wissenschaftler stellt man sich in der Realität anders vor, als den durchgedrehten Professor aus Independence Day oder den charismatischen Chaosforscher aus Jurassic Parc. Eher nüchtern, sachlich und emotionslos, aber voller Leidenschaft für ihr Thema.
Ich weiss nicht, ob es an den Social Media liegt, oder ganz andere Gründe hat, dass derzeit Diskussionen unter und mit Wissenschaftlern immer wieder auf Schlammschlachtniveau abrutschen. Vielleicht sind es die Social Media wie Facebook, Twitter, Wikis und Blogs, die dafür sorgen, dass ansonsten hinter verschlossenen Türen abgehaltene Streitigkeiten öffentlich werden. Continue reading

Ursula von Eulenspiegel

Till Eulenspiegel war Hochstapler und Tunichgut. Und in einer seiner Geschichten Arzt. Behauptete er jedenfalls. Und er versprach, alle Patienten in einem Hospital gesunden zu lassen.
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Die Syndrom-Falle

Neulich hatte eine Katze Zahnfleischentzündung. Die Tierärztin fürchtete, es sei FORL, eine Zahnerkrankung bei Katzen, die erst kürzlich beschrieben wurde. Als normale Therapie schlug die Tierärztin vor, die Katze in Narkose zu legen, die Zähne zu untersuchen und die befallenen Zähne zu ziehen.
Gesagt, getan. Die Katze wurde narkotisiert und die hintersten Backenzähne wurden gezogen. Continue reading

Eigentlich hatte er Glück

Manchmal braucht es für ein Thema einen Aufhänger. Dieser Blogeintrag befasst sich mit so einem Thema.

Es hätte dieses Jahr schoneinmal einen Aufhänger gegeben, aber als ich davon erfuhr, war mir nicht nach Schreiben. Jetzt hatte ich grade zwei Aufhänger. Es geht um Krankheiten und Suizid. Continue reading

Feigenblätter

Thomas Pany hat in Telepolis einen schönen Beitrag zu kulturellen Veränderungen der letzten Jahrzehnte veröffentlicht.

Sein Gedanke:

In den späten 1970er und 1980er Jahren war man der Nacktheit von Kindern gegenüber unschuldiger, sagen viele. Dass Kinder nackt herumlaufen dürfen, war selbstverständlich und ohne doppelten Boden.

Ich hab erst in Gedanken vehement meinen Kopf geschüttelt. Inzwischen hab ich das Thema reflektiert und  stelle fest: Es stimmt. Continue reading

Gut, dass wir drüber gesprochen haben!

Psychotherapie ist der Oberbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Therapieformen. Es gibt Verfahren, die humanistisch genannt werden, es gibt stützende und aufdeckende Verfahren und solche, die verschiedene Verhaltensweisen trainieren.

Ein bewährtes humanistisches und stützendes Verfahren ist die Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie nach Carl R. Rogers.

Rogers hat seine Wurzeln in der Theologie, studierte dann aber Psychologie, weil sein Ziel eine seelsorgerische Tätigkeit war, die er im kirchlichen Bereich nicht ausüben konnte.

In der von ihm entwickelten Gesprächspsychotherapie spiegelt der Therapeut den Patienten. Der Therapeut steuert das Gespräch so, dass der Patient die Möglichkeit einer “Selbstexploration” bekommt. Bei dieser Analyse des eigenen Ich bestimmt der Patient selber die Grenzen: Ob und in welchem Umfang beispielsweise traumatische Erlebnisse aufgedeckt werden liegt in der Hand des Patienten.

Die Gesprächspsychotherapie ist ein stützendes Verfahren. Sie bietet sich auch an, um bei schweren körperlichen Erkrankungen wie Krebsleiden Patienten und Angehörige zu begleiten. Aber auch rein psychische Leiden wie Depressionen können mit dieser Therapieform erfolgreich behandelt werden.