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	<title>Volker König &#187; Schreiben</title>
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	<description>Heilpraktiker (Psychotherapie) und freier Journalist</description>
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		<title>Bye, Bye, Léo (UPDATE)</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 12:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalist]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt hat HP ihn anscheinend rausgeworfen, den Léo Apotheker. Wie ich meine war das vorherzusehen. Und zwar schon, als er zum CEO berufen wurde. 
Neulich, nach dem Wahldebakel der FDP in Berlin, wurde Philipp R&#246;sler von einem Journalisten gefragt, ob er, als Dr. med, nicht als Wirtschafts- und Technologieminister am falschen Platz s&#228;&#223;e. Nein, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt hat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hewlett-Packard">HP</a> ihn anscheinend rausgeworfen, den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leo_Apotheker">Léo Apotheker</a>. Wie ich meine war das vorherzusehen. Und zwar schon, als er zum CEO berufen wurde. <span id="more-492"></span><br />
Neulich, nach dem Wahldebakel der FDP in Berlin, wurde Philipp R&#246;sler von einem Journalisten gefragt, ob er, als Dr. med, nicht als Wirtschafts- und Technologieminister am falschen Platz s&#228;&#223;e. Nein, erwiderte er, auf dem Posten des Ministers k&#228;me es vorwiegend auf F&#252;hrungsqualit&#228;ten an.<br />
Das mag seine Meinung sein. Doch Minister f&#252;hren nicht nur. Sie geben auch Richtlinien vor, nach denen ihre Zuarbeiter auf den verschiedensten Ebenen Entscheidungsvorlagen erstellen. Und Richtlinien sind fachlich. Es geht eben nicht nur darum, als Dirigent Arbeitsauftr&#228;ge zu erteilen, es ist auch wichtig, dass diese Arbeitsauftr&#228;ge auch <em>fachlich</em> qualifiziert sind<br />
Eine &#228;hnlich ein&#228;ugige Meinung herrscht im Firmenmanagement. Da werden Manager von Konzern A nach Konzern B verschoben, die ungef&#228;hr kein Branchenwissen haben. Sie identifizieren sich nicht mit den Konzernen, was bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mehdorn">Hartmut Mehdorn</a> besonders deutlich wurde, der nicht einmal bei seinen Dienstreisen <a href="http://www.igel-breisgau.de/forum/messages/40.html">das Angebot seines eigenen Konzerns</a> nutzte.<br />
Hewlett Packard ist ein Technologiekonzern, der immer hardwarelastig war. Endverbraucher kennen insbesondere die Druckersparte, aber PC-Server und gr&#246;&#223;ere Rechner mit dem Unix-Betriebssystem HP-UX stehen nunmal eher in Firmen.<br />
Zum Konzern geh&#246;ren zwar auch Beratungs- und unternehmen wie Synstar (jetzt <a href="http://www.hpcds.com/de/">Hewlett-Packard CDS</a>), aber diese &#8220;fremden&#8221; Unternehmen dienten vorwiegend der Unterst&#252;tzung und Abrundung der Hardwaresparte.<br />
2010 ahnten die Vorst&#228;nde, dass Tablet-PCs im Kommen sind. Die eigenen Versuche, mit mobilen Gadgets Marktanteile zu machen, scheiterten, daher kaufte HP den Handheld-Experten Palm ein. Der erhielt mit seinen Smartphones unter dem eigens entwickelten webOS gute Kritiken, machte aber durch zu lasche PR kaum Ums&#228;tze damit. HP pumpte Geld in die Entwicklung eigener Tablet-PCs und einer gr&#246;&#223;eren Auswahl an Smartphones, entwickelte webOS weiter, und die Branche wartete auf den gro&#223;en Knall, wenn HP mit der Hardware auf den Markt kommt.<br />
Nachdem Léo Apotheker bei SAP &#8211; dem Konzern, bei dem er gro&#223; geworden war &#8211; in Ungnade gefallen war, wechselte er zu HP und wurde CEO.<br />
Und kurz nach Markteinf&#252;hrung der webOS-Neuentwicklungen, unter anderem dem HP Touchpad, stampfte er die PC- und Mobilsparten ein. V&#246;llig abstrus ist die Begr&#252;ndung, keine PCs mehr herzustellen weil &#8220;<a href="http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Apotheker-Der-Tablet-Effekt-ist-real-1326243.html">der Tablet-Effekt sp&#252;rbar</a>&#8221; sei &#8211; und zugleich den Tablets auch den Todessto&#223; zu versetzen.<br />
Sehen wir uns die Stationen im Leben von Léo Apotheker mal an:</p>
<ul>
<li>Zahlungsverkehrssystem SWIFT</li>
<li>Unternehmensberatung McCormack &#038; Dodge</li>
<li>SAP</li>
<li>Risikokapitalgesellschaft ECsoft (auf Softwareunternehmen spezialisiert)</li>
<li>Managementberatung ABP Partners</li>
<li>zur&#252;ck zu SAP</li>
<li>Hewlett-Packard</li>
</ul>
<p>Wir sehen: Der einzige Hardware-Konzern, bei dem er jemals t&#228;tig war, war HP. Ansonsten war er bei Unternehmensberatern, Dienstleistern und dem Sofwaregiganten SAP besch&#228;tigt oder gr&#252;ndete diese.<br />
Wer schonmal als IT-Dienstleister mit SAP zu tun hatte, weiss, dass Hardware f&#252;r den Konzern ein l&#228;stiges &#220;bel darstellt. Zwar sind reichlich PC-Systeme von SAP zertifiziert, aber als unangefochtener Marktf&#252;hrer der strategisch unverzichtbaren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise_Resource_Planning">ERP</a>-Tools kann SAP sich vor einer schon riskanten Beratungsleistung dr&#252;cken.<br />
Wichtig bei so zentralen und alles abdeckenden Programmpaketen ist das Hardware-Sizing. W&#228;hrend die PCs am Arbeitsplatz nur halbwegs aktuell sein m&#252;ssen, sind Programm- und Datenbankserver die Nadel&#246;hre, durch die alle Anfragen und Auftr&#228;ge der Anwender hindurch m&#252;ssen. Der normale Weg ist der, dass man den Sofwareanbieter oder Distributor um Beratung bittet. Niemand kennt die Leistungsanforderung der Sofware besser.<br />
Anders bei SAP.<br />
Es gibt zwar eine Berechnungsmethode, um die Anforderungen in den theoretischen Messwert <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/SAPS_(EDV)">SAPS</a> umzurechnen, auf dessen Basis man Hardwaredimensionen bestimmen kann &#8211; aber diese Berechnung macht im SAP-Universum der Hardwarelieferant.<br />
Es gibt verschiedene Herangehensweise zur Berechnung &#8211; auf Basis der Anwenderzahl und der Zahl der Buchungen ist eine Methode, auf Basis der vom bisherigen System genutzten Systemleistung ist die andere Methode. Jedoch sind gravierende Abweichungen (um Faktoren von 2-4) gar nicht selten. Und das Beratungsrisiko tr&#228;gt SAP daher nicht gerne, sondern schiebt es den Hardwareherstellern in die Schuhe.<br />
Hardware erscheint f&#252;r SAP nur das l&#228;stige Blech, das man braucht, um die Programme irgendwo unterzubringen, und das alle paar Jahre ausgetauscht und neu berechnet werden muss.<br />
Léo Apotheker an die Spitze eines Hardwarekonzers zu setzen, der einige Jahre zuvor noch einen der gr&#246;&#223;ten Konkurrenten (Compaq) aufgekauft hat und gr&#246;&#223;ter PC-Hersteller der Welt war, erscheint also, also ob man einen Fleischermeister die Leitung einer B&#228;ckerei &#252;bertr&#228;gt:<br />
Br&#246;tchen sind nur die l&#228;stigen Dinge, die man zum Herstellen von Frikadellen ben&#246;tigt, der Zweck von Brot ist doch nur, die Wurst anfassbar zu machen.<br />
Vielleicht hat der Aufsichtsrat von HP das jetzt verstanden, denn Léo Apotheker <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Medien-HP-Chef-Leo-Apotheker-steht-vor-dem-Rauswurf-1347634.html">steht vor</a> <a href="http://www.sueddeutsche.de/U5M38r/214589/HP-Chef-Apotheker-steht-vor-dem-Rauswur.html">dem Rauswurf</a><br />
<img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/b75ea47cc1cc440a93f50f08250a1ead" width="1" height="1" alt=""></p>
<p><strong>UPDATE</strong>: Es ist amtlich. Léo Apotheker <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,787928,00.html">ist abges&#228;gt</a>, an seiner Stelle wird <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Meg_Whitman">Meg Whitman</a> den Konzern f&#252;hren. Ob sie eine gute Wahl ist wird in der Branche geteilt gesehen. Das sie eBay als Startup an die B&#246;rse brachte und zum Konzern aufbaute, wird einerseits so interpretiert, dass sie sich <a href="http://www.ftd.de/it-medien/it-telekommunikation/:hewlett-packard-whitman-hat-ein-wachstumsproblem/60107756.html">mit Startups</a>, nicht aber mit Konzernen auskenne. Andererseits verlie&#223; sie eBay, <a href="http://www.telekom-presse.at/Ersetzt_Meg_Whitman_Lo_Apotheker_als_CEO_von_HP_Update.id.17064.htm">als das Wachstum abflachte</a> und hat als &#8220;<a href="http://news.cnet.com/eBay-CEO--joins-billionaire-boys-club/2100-1017_3-224193.html">erste Internet-Milliard&#228;rin</a>&#8221; sicher keinen allzu hohen finanziellen Druck, um zu HP wechseln zu m&#252;ssen. Vielmehr kennt sie den Konzern, da sie schon eine Weile dem <a href="http://h30261.www3.hp.com/phoenix.zhtml?c=71087&#038;p=irol-govboard">Board of Directors von HP angeh&#246;rt</a>.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.volkerkoenig.de/?flattrss_redirect&amp;id=492&amp;md5=55b4de4e6a26c8dfad8997f5a4c3e1e2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.volkerkoenig.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Trixis Tausend Tode</title>
		<link>http://www.volkerkoenig.de/2010/05/30/trixis-tausend-tode/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 19:31:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[And now for something completely different: Ein Krimi. Aus der Anthologie "Schattenwelten - Wahn, Gewalt und Tod" aus dem Literaturlabor des Mayamedia Verlages.
Lest und bestellt das Buch, es gibt noch Auflage. Und die anderen Geschichten sind (noch) besser als meine!


Sie sa&#223; ihm im Abteil des Intercity 803 gegen&#252;ber. Er hatte sie sofort erkannt, trotz ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>And now for something completely different: Ein Krimi. Aus der Anthologie &#8220;Schattenwelten &#8211; Wahn, Gewalt und Tod&#8221; aus dem Literaturlabor des Mayamedia Verlages.<br />
<a href="http://www.volkerkoenig.de/2010/05/19/mal-ganz-uneigennutzig/">Lest und bestellt das Buch</a>, es gibt noch Auflage. Und die anderen Geschichten sind (noch) besser als meine!</em><br />
<span id="more-178"></span></p>
<p>Sie sa&#223; ihm im Abteil des Intercity 803 gegen&#252;ber. Er hatte sie sofort erkannt, trotz ihres ratzekurzen, rotgef&#228;rbten Haars. Ihre Sommersprossen verrieten sie: Trixi.</p>
<p>Wieder diese Frau. Sie lie&#223; nicht von ihm ab, stellte ihm nach, machte ihm Angst. Hat das kein Ende? &#8211; fragte er sich.</p>
<p>Damals hatte er gez&#246;gert. Er wollte sie nicht nur von den Klippen st&#252;rzen, sondern ihr vorher das Genick brechen. Aber er verpasste den Moment, in dem sie wehrlos war. Versetzte ihr einen Sto&#223; und legte einige Meter weiter eine falsche F&#228;hrte.</p>
<p>Dann fuhr er zur Post. Holte Geld ab, fuhr wieder in das Ferienhaus und raste voll Panik zur Polizeistation. Er sei nur kurz weg gewesen und nun sei seine Frau verschwunden.</p>
<p>Ihre Leiche tauchte nicht auf. Das sei normal an der bretonischen K&#252;ste, hie&#223; es. Die Spuren, von der Polizei am schmalen Schmugglerpfad gefunden, sei eindeutig: Sie habe sich zu weit an die Kante gewagt, das Erdreich habe nachgegeben, sie sei die Klippen hinuntergest&#252;rzt. T&#246;dlicher Touristenleichtsinn.</p>
<p>Die franz&#246;sischen Polizisten waren froh, den Fall so schnell wie m&#246;glich abzuheften und die Formalit&#228;ten in Deutschland hielten sich in Grenzen.</p>
<p>Und nun sa&#223; sie ihm wieder gegen&#252;ber, lachte laut und verstaute ihr Handy in der Jacke, die neben dem Sitz am Haken hing.</p>
<p>Das erste Mal nach dem Klippensturz hatte er sie auf Kreta gesehen. Ein Jahr danach. Im Speisesaal des Hotels. Er hatte sie gleich erkannt; es war der kecke Blick, den sie ihrem Begleiter zuwarf. Er musste sie t&#246;ten, damit sie sich nicht r&#228;chte und ihn verriet.</p>
<p>Sie kamen ins Gespr&#228;ch. Das P&#228;rchen wollte am Donnerstag die Samaria-Schlucht abwandern, die ganze Strecke. „The long way“ sagte man dazu. Achtzehn Kilometer, sengende Sonne, gef&#228;hrlich f&#252;r Kreislaufpatienten. Ein perfider Plan entstand in seinem Kopf.</p>
<p>Nach dem Essen suchte er die beiden &#228;lteren Damen, mit denen er einige Male gefr&#252;hst&#252;ckt hatte. Eine von ihnen war herzkrank. Er wusste vom starken Mittel in ihrer Handtasche.</p>
<p>Sie checkten gerade an der Rezeption aus. Der Bus, mit dem ihre Gruppe nach Heraklion zum Flugplatz fahren w&#252;rde, stand schon vor der Hotelt&#252;r. Alles war in Eile, der Flieger wartete nicht.</p>
<p>Er bot der hilfsbed&#252;rftigen Herzpatientin an, ihren Koffer zu tragen. Und nahm die Handtasche auch noch an sich. Auf dem Platz vor dem Hotel fiel ihm die Tasche herunter. Ungeschickt hob er sie auf und verteilte dabei den Inhalt auf dem Boden.</p>
<p>Ein Tritt, und das Fl&#228;schchen mit dem Herzmittel kullerte unter eine Agave. Schnell, schnell, alles zusammenraffen, der Bus muss losfahren!</p>
<p>Donnerstag setzte er sich beim Fr&#252;hst&#252;ck wieder mit Trixi und ihrem Begleiter an einen Tisch. Der Kaffee wurde serviert – f&#252;r meine Frau bitte einen Tee! – und man begab sich zum Buffet. Er war als erster zur&#252;ck und goss gro&#223;z&#252;gig Herzmittel in Trixis Teek&#228;nnchen.</p>
<p>Die Best&#252;rzung war gro&#223;, als man erfuhr, dass ein Hotelgast in der Samaria-Schlucht gestorben sei. So eine junge Frau! Sicher war sie krank. Der Reiseleiter h&#228;tte besser aufpassen sollen! Stimmt es, dass ihr Begleiter verhaftet worden ist?</p>
<p>Die rotgef&#228;rbte Trixi aus dem IC 803 a&#223; inzwischen einen Apfel und las in einer Zeitung.</p>
<p>Auch auf Kreta hatte er die Leiche nie gesehen. Das war sein Fehler. Genauso, wie bei der Bedienung im Hotel in Tunis. Damals waren es die H&#228;nde, an denen er sie sofort erkannte. Sonst war die Verkleidung perfekt: Augen und Haar zeigten ihr kosmetisches Talent, das dem einer Maskenbildnerin ebenb&#252;rtig war. Sogar ihre niedliche Nase war v&#246;llig ver&#228;ndert.</p>
<p>Er knackte den Mietwagen eines Hotelgastes – Latexhandschuhe wegen der Fingerabdr&#252;cke trug er seit Trixis drittem oder viertem Auftauchen bei sich. Er wollte sie &#252;berfahren.</p>
<p>Aber es misslang. Sie z&#246;gerte, als sie die Strasse zur H&#228;lfte &#252;berquert hatte. Er traf sie nicht, konnte sie nur erschrecken, sie wich aus und geriet unter einen Reisebus. Durch die Menschenmenge, die sich in wenigen Sekunden gebildet hatte, sah er nicht, ob sie diesmal tats&#228;chlich tot war. Er musste weiter fahren, um nicht aufzufallen.</p>
<p>Wie w&#252;rde er vorgehen? Er musste die allerletzte Grenze &#252;berschreiten. Die letzte Grenze – einen Menschen zu t&#246;ten – schreckte ihn nicht. L&#228;ngst z&#228;hlte er die t&#246;dlichen Begegnungen mit Trixi nicht mehr. Nun war es an der Zeit, er musste er das Werk schlie&#223;lich vollenden.</p>
<p>Das war die allerletzte Grenze: Einen Menschen zu t&#246;ten und sein Sterben zu sehen.</p>
<p>Er musste es tun. Er musste sicher sein, dass Trixi nicht noch einmal wiederkam.</p>
<p>Nicht wieder den gleichen Fehler begehen, wie damals in Venedig. Trixi wohnte mit einer Frau im Hotel gegen&#252;ber dem seinen. Er hatte sie erst am vorletzten Tag seines Aufenthalts entdeckt. Als sie in ein Taxi stiegen, nahm er auch eines. Folgen Sie diesem Boot!</p>
<p>Auf Murano schlie&#223;lich spielte er den Kranken: ein katastrophaler Kreislaufzusammenbruch schien ihn an den Rand des Todes zu bringen. Die beiden Frauen wollten helfen; er hielt sich an Trixi fest und schickte die andere, einen Arzt zu holen.</p>
<p>Langsam raffte er sich auf, griff in die Tasche, wo sich seit Tunis immer ein volles Fl&#228;schchen Chloroform und ein Wattebausch befand. Als Trixi sich nach ihrer Freundin umsah geschah es: Er bet&#228;ubte sie und lie&#223; sie fast lautlos in den Canale gleiten. Ihre Kleidung sog sich voll und Trixi ging wehrlos unter.</p>
<p>Aber offenbar war sie auch diesmal wieder aufgetaucht. Und danach kam sie immer &#246;fter in seinem Leben vor. L&#228;ngst traf er nicht nur im Urlaub auf sie. Bei jedem Restaurantbesuch sah er sich inzwischen misstrauisch um, wo er sie diesmal entdeckte; bei jeder Gerichtsverhandlung schielte er ins Publikum, wo sie wohl diesmal s&#228;&#223;e.</p>
<p>Die Intercity-Trixi sprach ihn an. Wohin er fahre? Karlsruhe. Urlaub? Nein, beruflich, als Anwalt. Verfassungsgericht? Ja. Und sie? Nur bis K&#246;ln, Familienbesuch.</p>
<p>Der Zug verlie&#223; gerade Osnabr&#252;ck. Hinter M&#252;nster kamen im Kohlenpott zu viele Bahnh&#246;fe, er musste also schnell handeln.</p>
<p>Wie damals bei der Trierer Taxifahrerin. Er sa&#223; auf dem Beifahrersitz und sie machten Smalltalk. Vielleicht werden Sie mal Bundesministerin – Muss man dazu nicht auch Polizisten verpr&#252;geln? &#8211; Hahaha. Als er links auf Augenh&#246;he die Laderampe des M&#246;belwagens sah, griff er ins Lenkrad. Die Kante drang durch den Dachpfosten und er verlor dass Bewusstsein. Im Krankenhaus – er war nicht schwer verletzt – erfuhr er, die Taxifahrerin habe die Kontrolle &#252;ber das Fahrzeug verloren und sei tot. Die Leiche hatte er auch damals nicht gesehen.</p>
<p>Als Trixi merkte, dass er ihr nicht zuh&#246;rte, ging sie auf die Zugtoilette. Er schielte in den Gang: Die Toilette war frei, sie musste nicht warten. Er folgte ihr. Kein Mensch auf dem Gang. Zog die Latexhandschuhe an. Nahm den Vierkantschl&#252;ssel aus der Jackentasche.</p>
<p>Die Rasierklinge bereithalten. Chloroform auf den Wattebausch.</p>
<p>Heute stirbst du zum letzten Mal, Trixi.<br />
<img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/b2d6bd1de1e74947957d2a0f844ecc8d" width="1" height="1" alt=""></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.volkerkoenig.de/?flattrss_redirect&amp;id=178&amp;md5=70c4f35ff055aa14b79dd0b018bb4039" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.volkerkoenig.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>GEZeter</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 12:01:19 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Da hatten alle Freiberufler zun&#228;chst ziemlichen Bammel, als diese "Neuartigen Empfangsger&#228;te" (NEG) rundfunkgeb&#252;hrenpflichtig wurden. Denn: Die Geb&#252;hr sollte nach eingen Berichten pro Ger&#228;t anfallen und die komplette TV-Geb&#252;hr umfassen. Wenn nun ein elektronikbesessener IT-Journalist zwei Notebooks, einen Mediaserver-PC, einen als Media-Client in seinem B&#252;ro stehen hat und noch dazu ein Smartphone besitzt w&#252;rde nach ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da hatten alle Freiberufler zun&#228;chst ziemlichen <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20115/1.html">Bammel</a>, als diese &#8220;Neuartigen Empfangsger&#228;te&#8221; (NEG) rundfunkgeb&#252;hrenpflichtig wurden. Denn: Die Geb&#252;hr sollte nach eingen Berichten pro Ger&#228;t anfallen und die komplette TV-Geb&#252;hr umfassen. Wenn nun ein elektronikbesessener IT-Journalist zwei Notebooks, einen Mediaserver-PC, einen als Media-Client in seinem B&#252;ro stehen hat und noch dazu ein Smartphone besitzt w&#252;rde nach dem Wunsch der GEZ die volle TV-Geb&#252;hr f&#252;nfmal pro Monat f&#228;llig.</p>
<p>Die Fortbildungseinrichtung <a href="http://www.akademie.de/index.html">Akademie.de</a> hatte das gleiche Problem und man las dort im Rundfunkgeb&#252;hrenstaatsvertrag mal genau nach.</p>
<p><span id="more-73"></span>Sie fanden heraus: Wenn auf dem Grundst&#252;ck, auf dem die beruflich genutzten PCs beruflich genutzt werden, schon einmal ein TV-Anschluss angemeldet ist, dann gilt diese Geb&#252;hr f&#252;r alle beruflich genutzten PCs auf dem gesamten Grundst&#252;ck. Also sponsorten sie ihrem Hausmeister die TV-Geb&#252;hr und beriefen sich der GEZ gegen&#252;ber auf ein entsprechendes <a href="http://www.akademie.de/private-finanzen/gez-und-rundfunkgebuehren/tipps/gez_gebuehren/verwaltungsgerichts-koblenz-keine-rundfunkgebuehr-fuer-beruflich-genutzten-pc.html">Urteil</a>.</p>
<p>Als die GEZ mein Praxisschild entdeckte und nach NEGs fragte argumentierte ich genauso. Und nach lediglich zwei R&#252;ckfrage, ob der Volker K&#246;nig, der unter meiner Praxisanschrift wohnt und einen Fernseheher angemeldet hat, wirklich derselbe sei, der unter meiner Praxisadresse eine Praxis betreibt gaben sie Ruhe. Weil es v&#246;llig irrelevant ist, um wieviele Volker K&#246;nigs es sich handelt, wenn es nur dasselbe Grundst&#252;ck ist.</p>
<p>Dann klingelte es im Mai vergangenen Jahres an einem Samstag an meiner T&#252;r. Zwei M&#228;nner in Anz&#252;gen standen dort, einer mit einem Klemmbrett vor der Nase, auf dem er sich eifrig Notizen machte, der andere mit viel schmucklosem Papier in der Hand. Sie stellten sich als Mitarbeiter der METRO vor und wollten mir einen Metroausweis ans Herz legen. Da ich ja sicherlich vorsteuerbefreit sei, k&#246;nne ich alles Verbrauchsmaterial f&#252;r die Praxis bei der METRO direkt ohne M&#228;rchensteuer kaufen.</p>
<p>Ich bin nicht vorsteuerbefreit, was auch recht normal ist, wenn man die freiberufliche T&#228;tigkeit nur eher nebenbei aus&#252;bt. Einen Anspruch auf den Ausweis hatte ich daher gar nicht, zumal das monatliche Verbrauchsmaterial in einer Psychotherapiepraxis aus ein paar Teebeuteln und einem Vorrat an Taschent&#252;chern besteht, f&#252;r die ich nicht extra in die METRO fahre.</p>
<p>Allerdings kamen mir die beiden Herren zunehmend komisch vor, als der Klemmbrettmann sich mehrmals zu meinem Auto umdrehte (dem einzige in meiner Auffahrt) und jedesmal etwas auf sein Blatt kritzelte. Auch, dass die Herren das alles unbedingt im Haus besprechen wollten und schon fast einen Fu&#223; in die T&#252;r gestellt h&#228;tten, als in meinem Gesicht schon ein &#8220;Nein, danke&#8221; zu lesen war, fand ich auff&#228;llig. Daher meinte ich, dass ich gleich zu einem Arzttermin m&#252;sse und bat um eine Visitenkarte oder Rufnummer bei der METRO, damit wir einen Termin ausmachen k&#246;nnten.</p>
<p>Ups &#8211; gerade wollten sie noch ins Haus und nach &#8220;Visitenkarte oder Rufnummer&#8221; geben sie Fersengeld? Waren sie vielleicht <a href="http://www.ab-gez-ockt.com/files/gaestebuch.php">gar nicht von der METRO</a>? Eine Recherche bei der METRO, ob das die Vorgehensweise bei den begehrten METRO-Ausweisen sei, schenkte ich mir.</p>
<p>Bis dann im Juni ein Schreiben der GEZ kam, in dem sie mir erz&#228;hlte, dass ungeachtet der Frage, zu welchem Anteil mein Auto privat genutzt w&#252;rde, ich als Freiberufler f&#252;r mein Autoradio zus&#228;tzlich Rundfunkgeb&#252;hren zahlen m&#252;sse. Hausbesuche mache ich keine und der Supermarkt f&#252;r das &#252;ppige Verbrauchsmaterial ist zu Fu&#223; 5 Minuten entfernt. Der freiberufliche Nutzungsanteil meines Fahrzeuges liegt irgendwo zwischen 0% und 0,0%.</p>
<p>Ich w&#252;hlte wieder ein den Paragraphen, weil ich mir das so gar nicht vorstellen konnte, und sah: Nat&#252;rlich gilt die Rundfunkgeb&#252;hrenpflicht f&#252;r das Autoradio nur, wenn ich das Fahrzeug &#252;berhaupt freiberuflich nutze.</p>
<p>Entsprechend antwortete ich und regte an, das Merkblatt doch mal zu &#252;berarbeiten, bevor jemand, durch die Formulierung &#252;ber die tats&#228;chliche Rechtslage get&#228;uscht, grundlos Geb&#252;hren zahlt. Das alles ging per Einschreiben mit R&#252;ckschein an die GEZ.</p>
<p>Es dauerte 12 Monate und ich erhielt das Flugblatt Mitte Juni 2009 erneut.</p>
<p>Mit derselben Fragestellung.</p>
<p>Ich kopierte mein Schreiben vom Vorjahr nebst R&#252;ckschein, notierte darauf:  &#8220;keine Ver&#228;nderung der Sachlage in den letzten 12 Monaten&#8221; und schickte es im GEZ-Freiumschlag nach K&#246;ln.</p>
<p>Mitte Juli wurde reklamiert, dass ich auf das Flugblatt noch nicht reagiert hatte.</p>
<p>Ich regte mich ab und erinnerte an die &#252;bersandten Kopien. Inzwischen hatte ich auch das Landesdatenschutzgesetz NRW konsultiert, denn ich erinnerte mich da an einen Fall aus dem Studium.</p>
<p>Nach § 18 des Landesdatenschutzgesetzes NRW hat jeder einen umfassenden Auskunftsanspruch &#252;ber die bei &#8220;&#246;ffentlichen stellen&#8221; &#252;ber ihn gespeicherten Daten. Ab und zu ist es ganz interessant, dar&#252;ber auch ein Auskunft zu verlangen, denn es f&#252;hrt mitunter zu einer &#8220;Bereinigung&#8221;, also einer Entfernung von Notizen und Anmerkungen, die nicht h&#228;tten gespeichert werden d&#252;rfen, und damit zu einer kritischen Pr&#252;fung des &#8220;Falles.</p>
<p>Nach § 19 hat auch jeder einen Anspruch, dass bei &#8220;&#246;ffentlichen Stellen&#8221; falsch &#252;ber ihn gespeicherte Daten korrigiert werden und er daf&#252;r eine Best&#228;tigugn erh&#228;lt.</p>
<p>Nun war ja mein Schreiben in Sachen Autoradio seit einem Jahr nachweislich bei der GEZ, fand aber offenbar ebensowenig Ber&#252;cksichtigung, wie die Kopie von Schreiben und R&#252;ckschein.</p>
<p>Also argumentierte ich so:</p>
<blockquote><p>Es wurden bereits zwei Schreiben von mir nicht durch Sie ber&#252;cksichtigt, ich f&#252;rchte daher, dass Sie &#252;ber mich falsche oder unvollst&#228;ndige Daten gespeichert haben. Erteilen Sie mir bitte Auskunft &#252;ber die bei Ihnen zu meiner Person gespeicherten Daten. Ich werde diese pr&#252;fen und Ihnen dann ggf. Korrekturen nennen. Vor Auskunftserteilung und eventueller Korrektur sehen Sie bitte von weiteren R&#252;ckfragen bez&#252;glich meiner Rundfunkger&#228;te ab.</p>
</blockquote>
<p>Mal sehen, ob die GEZ sich r&#252;hrt. Ich denke: Nein.<br />
Wenn nicht hab ich zwei Schreiben nebst R&#252;ckschein, auf die sie nicht reagiert hat. Eines davon mit einer Anfrage nach §18 LDSG NRW, die ich problemlos vor dem Verwaltungsgericht durchsetzen k&#246;nnte, wenn es mir das wert w&#228;re. Also wird die n&#228;chste &#252;beraus penetrante und l&#228;stige GEZ-Anfrage an mich umgehend an die Landesbeauftragte f&#252;r Datenschutz weitergeleitet.
</p>
<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/d53af88ff1d643d082c6afdc6bdf0e5f" width="1" height="1" alt=""/><br />
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		<title>Patrizia</title>
		<link>http://www.volkerkoenig.de/2007/05/31/patrizia/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 May 2007 22:59:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Telefon riss ihn aus der Konzentration. Mist, der Auftrag musste bis zum n&#228;chsten Tag erledigt sein. Er griff zum H&#246;rer. "DigiMedia, mein Name ist Manfred Klausen. Was kann ich f&#252;r Sie tun?"
"Manfred, ich wollte mich von dir verabschieden." Es war Patrizia.
"F&#228;hrst du weg?"
"Nein, ich wollte leb wohl sagen. Gr&#252;&#223; auch die anderen von mir. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Telefon riss ihn aus der Konzentration. Mist, der Auftrag musste bis zum n&#228;chsten Tag erledigt sein. Er griff zum H&#246;rer. &#8220;DigiMedia, mein Name ist Manfred Klausen. Was kann ich f&#252;r Sie tun?&#8221;<br />
&#8220;Manfred, ich wollte mich von dir verabschieden.&#8221; Es war Patrizia.<br />
&#8220;F&#228;hrst du weg?&#8221;<br />
&#8220;Nein, ich wollte leb wohl sagen. Gr&#252;&#223; auch die anderen von mir. Seid mir bitte nicht b&#246;se, ich finde keine andere L&#246;sung.&#8221; Sie schluckte.</p>
<p><span id="more-50"></span><br />
&#8220;Patrizia, was bedeutet das?&#8221;<br />
&#8220;Ich habe gerade Tabletten genommen. Ich habe auch einen Abschiedsbrief geschrieben&#8230; aber ich m&#246;chte noch heute gefunden werden. Im Brief habe ich alles erkl&#228;rt.&#8221;<br />
&#8220;Patrizia, du bist ja verr&#252;ckt!&#8221; Panische Angst um die Frau, die er liebte, durchfuhr ihn. &#8220;Wo bist du? Zu Hause? Bleib wo du bist! Ich rufe die Polizei&#8230; nein, den Krankenwagen&#8230; ich komme selbst vorbei.&#8221;<br />
&#8220;Nein, Manfred, bitte nicht&#8230;&#8221; Mit einem lauten Klick beendete sie das Gespr&#228;ch.<br />
Wo war sie? Zu Hause? Manfred war das Knacken von Patrizias schnurlosem Telefon aufgefallen. Sie war also zu Hause.<br />
Er w&#228;hlte die Feuerwehr. &#8220;Klausen, guten Tag. Ich habe gerade eine Selbstmordank&#252;ndigung per Telefon erhalten. Frau Patrizia Hinze. Aus Neuss.&#8221;<br />
&#8220;Wenden sie sich dann bitte an die Polizei. Wir k&#246;nnen da nichts machen.&#8221;<br />
Also die Polizei. Er sagte seinen Spruch auf und erg&#228;nzte &#8220;Die Feuerwehr hat mich auf sie verwiesen.&#8221;<br />
&#8220;Da m&#252;ssen sie direkt die Kollegen in Neuss anrufen.&#8221;<br />
&#8220;Wie bitte?&#8221;<br />
&#8220;Wenn sie uns die Meldung machen k&#246;nnen wir nichteinmal &#252;berpr&#252;fen, ob die Stra&#223;e richtig ist oder es den Stra&#223;ennamen vielleicht zweimal gibt. Die Kollegen aus Neuss m&#252;ssen dann nachfragen&#8230; Warten sie, ich gebe ihnen die Nummer der Einsatzleitstelle in Neuss.&#8221;<br />
Klausen legte auf und w&#228;hlte zum dritten Mal.<br />
&#8220;Polizei Neuss, Einsatzleitstelle, Obermeister Schulze.&#8221;<br />
Wieder spulte er seinen Text ab und erg&#228;nzte: &#8220;Ich bin selbst in D&#252;sseldorf, aber ihre Kollegen hier gaben mir diese Telefonnummer&#8221;.<br />
&#8220;Geben Sie mir bitte ihre Rufnummer und ihren Namen.&#8221; Klausen tat, wie ihm gehei&#223;en. &#8220;Nun erz&#228;hlen sie mir bitte von der Drohung.&#8221;<br />
Manfred schilderte den Anruf. &#8220;Wie stehen sie zu dieser Dame?&#8221;<br />
&#8220;Bitte?&#8221;<br />
&#8220;Sind sie ihr Ehemann?&#8221;<br />
&#8220;Kollege und Freund. Enger Freund.&#8221; Liebhaber, dachte er.<br />
&#8220;Bleiben sie bitte telefonisch erreichbar. Wir werden einen Wagen zur Wohnung schicken.&#8221;<br />
&#8220;Einverstanden.&#8221; Er wurde unruhig. Eigentlich wollte er selbst hinfahren, aber das ging nicht mehr. Er musste ja jeden Moment mit einem R&#252;ckruf rechnen. Die Minuten zogen sich endlos. Nach einer Viertelstunde, insgesamt 25 Minuten nach Patrizias Anruf, klingelte das Telefon erneut.<br />
&#8220;Polizei Neuss, Schulze. Herr Klausen, ich verbinde sie per Funk mit dem Einsatzwagen.&#8221; Es knackte und rauschte.<br />
&#8220;Krrrk &#8211; Neptun 2315, k&#246;nnen sie mich h&#246;ren &#8211; Krrrk&#8221;<br />
&#8220;Ja, Klausen hier. Sind sie an der Wohnung?&#8221;<br />
&#8220;Krrrk &#8211; Ja. Hier ist alles dunkel. Nichts ungew&#246;hnliches.&#8221; Der Polizist wiederholte die Adresse und beschrieb das Haus. &#8220;Krrrk&#8221;.<br />
&#8220;Ja, das ist es. Erdgeschoss rechts ist die Wohnung. Sie hat aber noch ein Atelier im Nebenhaus, Dachgeschoss. Sie k&#246;nnen es sehen, wenn sie zur Stra&#223;enecke gehen.&#8221;<br />
&#8220;Krrrk &#8211; Moment bitte &#8211; Krrrk&#8221;<br />
Nach endlosen Sekunden h&#246;rte er Nein, da ist auch kein Licht.&#8221;<br />
&#8220;Dann klingeln sie bei Hinze, vielleicht macht sie auf.&#8221; Nein, bestimmt nicht. Sie meinte es ernst.<br />
&#8220;Tut mir leid, ohne handfeste Beweise, dass ein Suizid vorliegt, k&#246;nnen wir nicht mehr tun. Und um drei Uhr nachts klingeln wir nicht an Wohnungst&#252;ren, wo kein Licht zu sehen ist.&#8221;<br />
Wenn sie wirklich Tabletten genommen hatte, war Patrizia verloren.</p>
<p>Er wachte schwei&#223;gebadet auf. Das Bett war zerw&#252;hlt. Er stand auf und wankte ins Bad. Sank auf der Toilette nieder und brach in Tr&#228;nen aus.<br />
Gott sei Dank war es nur ein Traum. Patrizia ging es vermutlich gerade besser als ihm. Als die Spannung sich gel&#246;st hatte trocknete er sich notd&#252;rftig ab, wusch sein Gesicht mit warmem Wasser und kehrte ins Bett zur&#252;ck.<br />
Yvette wurde davon wach. &#8220;Was ist denn?&#8221;<br />
&#8220;Ich musste auf die Toilette.&#8221; Antwortete er.<br />
Als der Wecker klingelte war Manfred wie ger&#228;dert. Nach dem Albtraum konnte er nicht mehr einschlafen. Er hatte sich die letzten drei Stunden nur noch im Bett herumgew&#228;lzt.<br />
Als er aufstand um ins B&#252;ro zu fahren schlief Yvette noch.</p>
<p>In der Agentur war die H&#246;lle los. Multimedia war das Schlagwort des Jahres. Alle Kunden wollten es und keiner wusste genau, was er damit meinte. Und alles sollte schon gestern fertig und noch nie da gewesen sein.<br />
Manfred zweifelte daran den richtigen Beruf zu haben. Seine Kunden waren zufrieden mit ihm, sicherlich. Aber es war f&#252;r Manfred unbefriedigend. Bis Patrizia in die Agentur kam. Die Grafikerin machte gelegentlich hervorragende Auftragsarbeiten, stand aber allem skeptisch gegen&#252;ber und hinterfragte es.<br />
Manfred bewunderte sie daf&#252;r. Sich selbst regelm&#228;&#223;ig zu hinterfragen. Das war ihm in der Hektik der Agentur verloren gegangen.<br />
Gegen elf rief er Patrizia an.<br />
&#8220;Morgen, du Murmeltier. Hab ich dich geweckt?&#8221;<br />
&#8220;Manfred! Nein, hast du nicht. Ich habe gerade gefr&#252;hst&#252;ckt. Das Wetter ist so sch&#246;n, ich m&#246;chte am liebsten mit Dir in einem Biergarten sitzen. Aber ich hab noch einen Auftrag zu erledigen.&#8221;<br />
&#8220;Ich wollte auch nur deine Stimme h&#246;ren und wissen, wie es dir geht.&#8221;<br />
&#8220;Ich kann dir ja was auf den Anrufbeantworter sprechen, dann kannst du meine Stimme h&#246;ren, wann du willst.&#8221;<br />
Manfred lachte. &#8220;Mach das. Und jetzt schnell an die Arbeit, sonst bin ich Schuld, wenn du nicht fertig wirst.&#8221;<br />
&#8220;Du bist s&#252;&#223;!&#8221; antwortete Patrizia.<br />
Manfred atmete auf. Es war wirklich nur ein Traum. Er machte ein paar Konzeptentw&#252;rfe f&#252;r eine Internetpr&#228;senz, die sich ein Wursthersteller w&#252;nschte. Manfred hatte schon ein Computerspiel mit einer Wurst als Held entworfen &#8211; obwohl er Vegetarier war und das Konzept ekelhaft fand.<br />
Yvette waren Manfreds Ver&#228;nderungen nicht entgangen. Er gr&#252;belte &#252;ber sich und seine beiden Frauen. Wobei er mit Patrizia kein intimes Verh&#228;ltnis hatte, sondern nur eine beiderseits sehr enge Freundschaft, die Manfred aber gerne ausbauen w&#252;rde. Wenn er nicht verheiratet w&#228;re. Er liebte Yvette und Patrizia. So etwas hatte er nie f&#252;r m&#246;glich gehalten.</p>
<p>Nach dem Abendessen mit Yvette nahm Manfred sich ein Buch und legte sich, m&#252;de wie er war, ins Bett. Heute fehlte ihm jedoch die Konzentration. Nach zwei Seiten legte er die Lekt&#252;re zur&#252;ck auf den Nachttisch und schlief ein. Er merkte nicht, als Yvette nachkam.</p>
<p>Das Telefon riss ihn aus der Konzentration. Missmutig meldete er sich.<br />
&#8220;Agentur DigiMedia, mein Name ist Manfred Klausen.&#8221;<br />
&#8220;Manfred, ich wollte mich von dir verabschieden.&#8221; Ein Deja Vu.<br />
&#8220;F&#228;hrst du in den Urlaub?&#8221; Ein Rumoren ging durch seinen Bauch, als ob da ein Bulldozer das Mittagessen verarbeitete.<br />
&#8220;Nein, ich wollte leb wohl sagen. Seid mir bitte nicht b&#246;se, es geht nicht anders. Ich finde keine andere L&#246;sung.&#8221; Sie schluckte.<br />
Klausen wusste was sie meinte. &#8220;Patrizia, du bist verr&#252;ckt! Bleib wo du bist!&#8221;<br />
&#8220;Nein, Manfred, bitte nicht&#8230;&#8221;<br />
Er w&#228;hlte den Notruf der Feuerwehr. &#8220;Wenden sie sich bitte direkt an die Polizei&#8230;&#8221; &#8211; er wusste das eigentlich schon, als er die Nummer zu ende gew&#228;hlt hatte<br />
Er rief die Polizei an. Sagte seinen Spruch und erg&#228;nzte &#8220;Es ist wohl besser, wenn ich direkt die Leitstelle in Neuss anrufe, was?&#8221;<br />
&#8220;Stimmt.&#8221; Der verdutzte Polizist gab Manfred die Nummer.<br />
Klausen w&#228;hlte zum dritten Mal.<br />
&#8220;Wie stehen sie zu dieser Dame?&#8221;<br />
&#8220;Ich bin ihr enger Freund.&#8221;<br />
&#8220;Bleiben sie bitte telefonisch erreichbar. Wir werden einen Wagen zur Wohnung schicken.&#8221;<br />
Er wurde unruhig. Rechnete jeden Moment mit einem R&#252;ckruf, konnte nicht selbst hinfahren. Die Minuten zogen sich. 25 Minuten bis zur Verbindung mit dem Einsatzwagen.<br />
&#8220;Krrrk &#8211; Neptun 2315, k&#246;nnen sie mich h&#246;ren? &#8211; Krrrk&#8221;<br />
&#8220;Sind sie an der Wohnung?&#8221;<br />
&#8220;Ja. Hier ist alles dunkel.&#8221;<br />
&#8220;Sie hat aber noch ein Atelier im Nebenhaus.&#8221;<br />
&#8220;Nein, da ist auch kein Licht.&#8221;<br />
&#8220;Dann klingeln sie bei iht, vielleicht macht sie auf.&#8221;<br />
&#8220;Tut mir leid, Herr Klausen. Ohne handfeste Beweise klingeln wir um drei Uhr nachts nicht an Wohnungst&#252;ren.&#8221;<br />
Drei Uhr nachts? Er stutzte. Es konnte erst sp&#228;ter Nachmittag sein. Sein B&#252;ro war taghell, aber die Fenster dunkel. Er sprang auf, fand seine Jacke mit den Autoschl&#252;sseln nicht.<br />
Wo war die Jacke? Er musste zu Patrizia fahren. Manfred erinnerte sich, die Jacke zuletzt mittags im Pfannkuchenhaus ausgezogen zu haben &#8211; und da hatte er sie dann vergessen. Nachts um drei hatte das Pfannkuchenhaus geschlossen.<br />
Ohne Jacke rannte er aus dem Geb&#228;ude, zum n&#228;chsten Taxistand &#8211; kein Wagen zu sehen. Er klapperte die Taxist&#228;nde ab, einen nach dem andern. Inzwischen war &#252;ber eine Stunde seit Patrizias Anruf vergangen.<br />
Sie war verloren.</p>
<p>Wieder erwachte er schwei&#223;gebadet und fl&#252;chtete ins Bad, um zur Ruhe zu kommen. Warum dieser Traum? Gewissensbisse? Sein Gewissen. Oscar Wilde hat mal geschrieben, dass gute Manieren den Nachteil h&#228;tten, einen von so manchem auszuschlie&#223;en. Ein Gewissen zu haben macht das Leben auch nicht leichter.<br />
Diesmal merkte Yvette nicht, als er wieder ins Bett kam. Am n&#228;chsten Morgen sah er zerknittert wie ein aus dem Koffer geholtes Hemd aus. Yvette wollte ihn beim Fr&#252;hst&#252;ck, das sie diesmal gemeinsam einnahmen, aufmuntern. Er konnte ob seiner Gewissensbisse keine gute Laune ertragen.<br />
Wieder rief er kurz bei Patrizia an, um sich zu vergewissern, dass der Alptraum nicht doch reale Hintergr&#252;nde hatte. Hatte er nicht. Patrizia ging es so gut wie immer. Gott sei Dank.<br />
Der Tag war eine Qual. Sein Kaffeekonsum lag weit &#252;ber seinem beachtlichen Durchschnitt. Mittags hatte er ein Arbeitsessen im Pfannkuchenhaus.<br />
Den Rest des Tages arbeitete er an der ekligen Internetpr&#228;senz der Wurstfabrik, kam erst sp&#228;t nach Hause, a&#223; mit Yvette ein tr&#252;bes Abendessen und schlief wie ein Toter.</p>
<p>Das Klingeln des Telefons riss ihn aus der Konzentration.<br />
&#8220;DigiMedia, was kann ich f&#252;r Sie tun?&#8221;<br />
&#8220;Manfred, ich wollte mich von dir verabschieden.&#8221;<br />
&#8220;F&#228;hrst du in den Urlaub?&#8221; Er konnte das Deja Vu nicht st&#246;ren. Die Situation hatte ihn im Griff, er konnte noch nicht vom bekannten Ablauf abweichen, so sehr er auch wollte.<br />
&#8220;Nein, ich wollte mich verabschieden. Leb wohl.&#8221;<br />
&#8220;Bleib wo du bist!&#8221;<br />
Klausen kannte die Telefonnummer der Einsatzleitstelle in Neuss inzwischen auswendig. &#8220;Polizei Neuss, Obermeister Schulze.&#8221;<br />
&#8220;Ich habe gerade eine Selbstmordank&#252;ndigung erhalten.&#8221; Er erinnerte sich schon an den Fortgang des Gespr&#228;ches &#8220;Ich bin ihr Kollege und enger Freund.&#8221;<br />
&#8220;Wir werden einen Wagen zur Wohnung schicken.&#8221;<br />
Er w&#228;hlte Patrizias Nummer, doch niemand ging an den Apparat. Sie hatte ihn abgeschaltet.<br />
Er musste zu Patrizia fahren, er musste sie retten. Manfred erinnerte sich an die verschwundene Jacke und warf auf dem Weg nach drau&#223;en einen Blick in die B&#252;ros, die er passierte, ob noch motorisierte Kollegen da waren. Selbst den kleinen Motorroller der Empfangsdame h&#228;tte er mit Dank angenommen, w&#228;re er damit doch wenigstens vom Fleck gekommen.<br />
In der dunklen D&#252;sseldorfer Altstadt war es leer wie nie, auch die Taxist&#228;nde. Stra&#223;enbahnen fuhren um diese Zeit nicht mehr. Manfred sah auf die Uhr &#8211; kurz nach vier! Er rannte zur n&#228;chsten Rheinbr&#252;cke um auf die andere Seite des Flusses zu gelangen. Vielleicht bekam er dort ein Taxi, in Oberkassel.<br />
Auf der Br&#252;cke sah er Polizeiwagen, Blaulicht und viele Menschen. Die Fahrzeuge von Polizei und Feuerwehr kamen gerade dort an. Die Br&#252;cke war gesperrt, irgend etwas dort wurde abgeschirmt. Vielleicht ein Amokl&#228;ufer, Terroristen oder ein Bankr&#228;uber. Polizisten verweigerten ihm den Weg auf die andere Rheinseite.<br />
Wieder war Patrizia verloren.</p>
<p>Wieder fand er sich verheult auf der Toilette. Diese Tr&#228;ume m&#252;ssen doch mal ein Ende finden! Er hatte Angst, Patrizia oder Yvette zu verletzen und wusste, dass er sine verletzen w&#252;rde.<br />
Manfred schleppte sich wieder einen Tag lang durch die Arbeit. Am Abend war wieder das Fitnesscenter an der Reihe und er k&#228;mpfte mit dem Schlaf, als er auf dem Stepper seine Minuten herunterriss.<br />
Manfred traute sich nicht, ins Bett zu gehen. Bis kurz vor elf Uhr abends trank er noch ein paar Tassen Espresso um nicht einzuschlafen. Als er schlie&#223;lich um Mitternacht zu aufgedreht war, um ins Bett zu gehen, trank er eine halbe Flasche Wei&#223;wein.<br />
Er schlief einen schweren, keineswegs erholsamen Schlaf.</p>
<p>Als das Telefon klingelte kam er gerade aus einer Besprechung. Au&#223;er Atem und den Filofax noch in der Hand ging er an den Apparat.<br />
&#8220;Klausen, DigiMedia, guten Tag!&#8221;<br />
&#8220;Hallo Manfred, hier ist Patrizia. Ich wollte mich verabschieden.&#8221; Vor Schreck fiel ihm der Filofax aus der Hand.<br />
Ein Schauer lief ihm &#252;ber den R&#252;cken. Die Angst, diese Situation noch mal durchmachen zu m&#252;ssen, Patrizia wieder nicht retten zu k&#246;nnen &#8211; das Gef&#252;hl der Hilflosigkeit&#8230; Die vergangenen N&#228;chten spielten sich vor seinem geistigen Auge nochmals in rasendem Tempo ab. Der Schmerz zerriss ihn f&#246;rmlich.<br />
Er war nicht hilflos! Er hatte eine Chance!<br />
&#8220;Patrizia, mach keinen Unsinn. Bleib wo du bist. Ich komme!&#8221; Beim Hinauslaufen lie&#223; er den H&#246;rer fallen.<br />
Die Polizei w&#252;rde nicht helfen. Wenn er dort nicht anruft, kommt er 20 oder 25 Minuten eher an die Rheinbr&#252;cke. Wenn diese dann noch nicht gesperrt ist, kann er auf die andere Seite und findet dort ein Taxi oder irgend etwas, um zu Patrizia zu gelangen. Und wenn er ein Auto knacken muss!<br />
Er rannte los. Durch die Agentur, die Altstadt. Vorbei an den Taxist&#228;nden, wo er immer vergeblich nach Taxen gesucht hatte. Er kam an die Rheinbr&#252;cke. Viele Autos, jetzt k&#228;me er aber noch durch. Er rannte auf die Br&#252;cke. Er hatte sich entschlossen, so weit zu rennen, wie es ging. Er rannte auf der Fahrbahn, und als ihn ein Fahrzeug fast &#252;berfahren hatte wusste er: Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen. Das ist nur ein Traum. Du bist unverwundbar!<br />
Er rannte schr&#228;g Richtung Br&#252;ckengel&#228;nder und schwang sich wie ein Turner dar&#252;ber.<br />
Er wollte den Rhein schwimmend &#252;berqueren.</p>
<p>Im Polizeibericht stand, dass ein offenbar unter Stress stehender Mitarbeiter einer Werbeagentur von der Rheinbr&#252;cke aus auf einen Schleppverband gesprungen war. Er h&#228;tte den Sturz &#252;berleben k&#246;nnen, wenn er nicht mit dem Hals auf der Antenne des Kahns gelandet w&#228;re. Seine Handlung sei eindeutig als Suizid anzusehen, auch ohne Abschiedsbrief. Vor dem Sprung sei er einer Reihe von Passanten aufgefallen, weil er verwirrt durch die Altstadt gerannt war. Die Polizei Schloss den Missbrauch von Designerdrogen nicht aus, konnte aber im Blut des Toten keine nachweisen.</p>
<p>Als Patrizia zwei Tage sp&#228;ter von der Beerdigung ihres Patenonkels zur&#252;ckkehrte und erfuhr, dass Manfred sich nach ihrem Anruf das Leben genommen hatte, brach f&#252;r sie eine Welt zusammen.
</p>
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