Von Qualitätsmedien.

Erst dachte ich ja, es sei ein Praktikantenproblem in der Redaktion von stern.de, als die Meldung von den nicht mehr ganz gesund werdenden EHEC-Toten.
Ein Schenkelklopfer, den @_phoeni da entdeckt hatte.
“Frau von Bushaltestelle entführt” ist ein Klassiker, wenn man Journalistisches Schreiben lernt. Auch Scherzfragen wie die vom Flugzeug, das genau auf der Deutsch-Französischen Grenze abstürzt und der Frage, auf welcher Seite die Überlebenden begraben werden drängen sich auf. Oder die Frage, ob in Russland ein Mann die Schwester seiner Witwe heiraten dürfe.
Aber – wie Stefan Niggemeier es formulieren würde – am Ende war alles noch viel schlimmer. Das fand Nilz Bokelberg (Nilzenburger) raus, indem er die Headline googelte:

Nein, liebe Redaktionen, das ist nicht lustig. Das ist traurig. Eure Verlage wollen ein Leistungsschutzrecht einführen, damit Google für diese Snippets, die wir hier sehen, zahlen muss. Ihr stellt also Inhalte ins Internet, ohne per robots.txt Suchmaschinen zu verbieten, diese aufzunehmen, wollt dann dafür noch Kohle kassieren und letztendlich routet Ihr nur Meldungen von dpa, AP & Co inclusive aller Fehler weiter? Macht das ein Script auf Euren Servern etwa automatisch?
Stefan Niggemeier hat genau das bemängelt und beweist, dass Chefredakteur Thomsen die noch 2007 formulierten Ansprüche an das Blatt nicht annähernd erfüllt.
Und nicht nur er: Der STERN ist nur ein Beispiel.

Oder, um es mit den Worten der dpa zu sagen:
Die verstorbenen Qualitätsmedien werden nicht mehr ganz gesund.

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