Links Kalenderwoche 40/2014

Diesmal mit einem Nachruf, IP-Adressen vor dem BGH, einem Rant, unbrauchbaren Spielplätzen, aufdringlichen Videos, LSR und LSD, Chemtrails und Reichsbürgern.

Ruhe in Frieden:

Ossi Urchs ist tot. Viel zu früh. Besser als ich es könnte schreibt Johnny Hauesler.

IP-Adressen:

Sind sie jetzt personenbezogen, weil man über die IP möglicherweise den Menschen identifizieren kann, der im Internet was gemacht hat, oder ist der Aufwand für die Personenermittlung doch so groß, dass man IPs problemlos speichern kann? Telemedicus erläutert das nochmal im Detail. Ende Oktober entscheidet der BGH.

Ein Rant:

Felix Schwenzel geht mit einigen Bloggern ins Gericht, die versucht haben, mit den gehackten Nacktbilder vom #fappening auf die eine oder andere Weise Klicks = Kohle zu machen. Und er hat Recht. Mit einer kleinen Einschränkung, die Sascha Lobo auf Facebook anmerkte:

Die Professionalisierung macht niemandem zum Arsch, der nicht schon vorher einer war. Sie macht es bloß einfacher sichtbar.

Punkt.

Spielplätze weltweit:

Of wird geschimpft, dass Deutschland nicht kinderfreundlich sei. International gesehen sind wir jedenfalls nicht auf dem allerletzten Platz. Es geht also noch schlimmer. Eine Sammlung von nur so mittelbrauchbaren Kinderspielplätzen weltweit belegt das. Das Titelbild empfinde ich als verstörend. Also bestimmt, wenn ich mal aufgehörte habe, darüber zu lachen.

Aufdringliche Videos:wpid-wp-1412072029883.jpeg

Facebook mal wieder. Kerstin Hoffmann berichtet, dass nun auch die Facebook-Apps ungefragt Videos einfach abspielen. Und das nicht nur im WLAN, sondern per default auch im mobilen Netz, wie der Screenshot meiner App hier zeigt. Kerstin erklärt, wie man das bei Apple-Geräten abschaltet. Unter Android ist der Weg: App aufrufen, das Menü (drei waagerechte Linien neben der Weltkugel) tippen, runterscrollen, App-Einstellungen wählen, dort Video-Autoplay wählen, gewünschten Modus auswählen.

LSD. Äh, nein: LSR. Leistungsschutzrecht.

Irgendwie war das absehbar, dass die Zeitungsverlage, die das Leistungsschutzrecht haben wollten um von Google Geld zu fordern, aus der Google-News-Suche ausgeklammert werden. Die Idee, von jemandem Geld zu verlangen, der mir hilft, im Netz gefunden zu werden, kann nur auf den Missbrauch von Haluzinogenen wie LSD zurückgeführt werden. Schön, dass diese Medien aus meinem – und nicht nur meinem – Ereignishorizont verschwinden. Wer nicht will, der hat schon. Google sieht das ähnlich. Stefan Niggemeier fasst schön zusammen, dass die Verlage empört sind, dass Google sich an das Gesetz hält. Was die VG Medien als Erpressung wertet. Schön der erste Kommentar unter Niggis Artikel:

Ich erpresse ab heute das Ordnungsamt, indem ich nicht mehr falschparke. Nehmt das, Monopolisten!

Chemtrails und Reichsbürger:

Matern Boeselager war auf der alljährlichen Demo gegen Chemtrails und andere Verschwörungstheorien. Als Pilot verkleidet.

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