Links Kalenderwoche 44/2014

Diesmal mit Programmieren für Kinder, Leistungsschutzrecht, kinox.to, Amazon, unfruchtbaren Vegetariern, Ängsten der Telekom, Sexualkunde, Netzsperren, Fonsi und Fefe.

Code-Kids:

Ist zwar schon eine Weile her, aber der Link kam mir erst jetzt ins Blickfeld. Es gibt ein Lern-to-Code-Kit für Kinder. Das ist ein Thema, dem ich noch öfter auf den Zahn fühlen möchte. Wer sich dafür interessiert, dem lege ich bits-n-kids ans Herz.

LSR:

Michael Schmalenstroer führt ein Artikelverzeichnis für Historiker und ist vom LSR vermutlich genauso betroffen, wie Google. Bloß, dass Google ja diese unglaubliche Kulanz von der VG Medien erfährt, und erstmal von den Tantiemen freigestellt ist. Also fragte Schmalenstroer bei der VG Medien einfach mal an, ob er nicht auch für umme dürfe. Genau genommen müsste er sogar dürfen müssen, weil er eben nicht gewerblich arbeitet. Wir sind auf die Antwort gespannt.

kinox.to:

Thomas Stadler erklärt für alle kinox.to-Nutzer, die jetzt Angst haben, dass ihne höchstwahrscheinlich nichts droht. Außer, denke ich, dass sie bald auf kinoy.to umschwenken müssen, wenn die Server mal stillgelegt und die Domains beschlagnahmt sind.

Amazon:

Ich hatte als ver.di-Mensch schon im Januar die Streiks und die PR-Arbeit meiner Gewerkschaft kritisiert. Twister hat mal den aktuellen Streiks unter die Haube geguckt: Alles wieder Propaganda.

Veggies:

Morgens auf 1LIVE kam schon die erste Häme, weil die Spermienqualität bei Vegetariern geringer sei als die von Normalköstlern. Die ich mit einem Tweet beantwortet hab:


Jetzt hat der Graslutscher die Irrelevanz dieser Meldung nochmal auf den Punkt gebracht.

Telekom:

Mit dem Markt ist das wie mit der ökologischen Nische. Ist eine da, wird sie besetzt. Ist sie besetzt ist der Zugang erschwert. Das sehen wir in allen Städten: Wo Wasser ist, das sind heutzutage auch Möwen. Am Wasser (und darauf) haben sie Vorteile. Aber in die Städte dringen sie nur langsam ein, weil diese Nische von Tauben besetzt ist (was auch gut ist, denn Möwen kacken genauso viel, sind nur einen Tacken frecher und aggressiver als Tauben).

Telekom-Chef Höttges ist sauer, weil Google Videotelefonie und kostenloses Messaging anbiete und viel mehr Gewinn mache. Er hofft aber, dass Google Fiber nicht nach Europa komme.
(Quelle)

Tja. Da Da ist wohl ne ökologische Nische im Markt frei: High-Speed-Internet über Glasfaser. Also machen wir die Augen zu und hoffen, dass Google sie dann nicht sieht.

Sexualkunde:

Ich mag Jan Fleischauer nicht und Erbloggtes mag ihn so wenig, dass er seine Hasspredigt gegen den aktuellen Sexualkundeunterricht mal auseinandergenommen hat, um zu sehen, was dran ist.

Nicht viel. Außer Verdrehungen und Lügen. Quo vadis, SPIEGEL?

Netzsperren:

Niemand beabsichtigt, Netzsperren gegen etwas anderes als Pornographie einzusetzen.

Ok, Plagiateschleudern wollen wir auch nicht. Urheberrechtsverletzungen sind nun genauso schlecht. Ja, radikale politische Aussagen, die den Staat gefährden, sind ja wohl inakzeptabel. Whistleblower? Nene, da könnte ja jeder kommen und rumlügen, das sollte niemand lesen.

Fonsi und Fefe:

Nicht alle alten, weißen Männer sind Maskulinisten, aber Don Alphonso halte ich schon länger für misogyn und fefe haut auch ordentlich drauf. Seziert Sascha Kösch in de:bug. Lautstärke und Rechtfertigungshysterie nach zu urteilen hat er den Punkt getroffen.

 

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