Links Kalenderwoche 45/2014

Diesmal schon wieder mit der Leistungsrechtsposse, einem heimlichen Überwachungscoup, Feminazihasspredigern, einem Mord aus dem Jahr 2009, einem NoSpy-Siegel, Maklern, die dann doch nicht gestreikt haben und Fracking.

Leistungsschutzrechtsposse:

Der Axel Springer Verlag bemerkte schmerzliche Einbrüche bei den Zugriffen auf Webangebote und erlaubte Google daher, die Domains wieder zu listen.

Ich wüsste gerne, was die eingeworfen haben. Muss echt hart sein. Frank Eckert fasst die Geschichte nochmal zusammen und poltert lesenswert los.

Heimlicher Überwachungcoup:

Die Pkw-Maut soll mit den Mautbrücken der Lkw-Maut abgerechnet werden. Dazu werden jetzt alle Autos fotografiert und die Bilder bis zu 13 Montan vorgehalten.


Nicht ganz. Das BKA meldete kaum 24 Stunden nach der Bekanntgabe Interesse an. Und obwohl auch die Beschlagnahme der Daten im jetzigen Gesetzentwurf verboten ist, können wir sicher sein, dass das BKA sich durchstetzen wird. Thomas Stadler hat den sonstigen Irrsinn mal aufgelistet.

Femnazidings:

Sascha Köll schreibt Wahres über Fonsi und Martenstein.

Mord:

Carola Heine beschrieb 2009 einen Mord, den sie begangen hat, und die Geschichte ist immernoch gut und etwas, das wir alle kennen. Eigentlich was fürs Techniktagebuch.

NoSpy-Siegel:

Wir hatten das ja vorgeschlagen und es lag anscheinend so auf der Hand, dass die Regierung es auch plant. Die International Business Times bemerkt, dass alle ihre Quelltexte nicht offen legenden Hersteller dadurch einen großen Markt verlieren.

Wer sagte nochmal, das würde nichts bringen?

Nicht streikende Makler:

Angesichts der an Lächerlichkeit kaum zu überbietenden Streikdrohung von Immobilienmaklern hat Frank Feil nochmal daran erinnert, wofür diese Menschen mehrere Monatsmieten bekommen.

Fracking:

Ich bin gegen Fracking. Nicht, weil ich denke, dass wir davon alle sterben werden. Sondern, weil es reichlich dämlich, ist in Zeiten des Klimawandels und der Krisensitzungen zu seiner Abwehr noch weitere Quellen für fossile Brennstoffe aufzutun, die noch riskanter sind, als die bisherigen, statt Geld und Lebenszeit in die Förderung von Alternativen zu investieren. In Texas ist in einer Stadt, die man als “Fracking-Zentrale” bezeichnen könnte, jetzt Fracking verboten worden.

Geht doch. Erin Brokowich hat auf Facebook schon die Hoffnung ausgesprochen, dass von diesem Verbot eine Signalwirkung ausgeht.

 

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