Links Kalenderwoche 36/2015

Diesmal mit sortierter Dummheit, verquerem Sexualstrafrecht, Fachkräftemangel, linguistischer Sicht auf rechten Terror, positiven Nachrichten und einer verstörenden Interpretation durch die Polizei.Gesammelte Dummheit:

VICE hat Aussagen von Politikern und Medien über Flüchtlinge nach Dummheit sortiert und reichhaltig belegt, warum sie dumm sind.

verqueres Sexualstrafrecht:

Warum ich froh bin, kein Jugendlicher mehr zu sein, hab ich schon voriges Jahr geschrieben. Weil: Strafnormen, die Kinder und Jugendliche vor Missbrauch als Onaniervorlage schützen sollen, können sich auch gegen die Opfer wenden.

Jetzt ist in England ein Schüler in die Straftäterdatenbank der Polizeigeraten, weil er ein Nacktfoto von sich per Snapchat verschickt hat.

Fachkräftemangel:

Ich bin selber Seiteneinsteiger in meinen Beruf und habe das, womit ich Geld verdiene, nie “gelernt”. Also gelernt offenbar schon irgendwie, aber eben nicht standardisiert bei der IHK. Ich bin Seiteneinsteiger.

Vor fast 25 Jahren war das in der IT noch normal. Informatiker gab es halt noch  nicht so viele wie plötzlich Stellen aus dem Boden schossen.

Heute haben Seiteneinsteiger es schwer, weil Firmen sie meiden. Was dazu führt, dass wir zwar viele Fachkräfte haben, aber leider in den falschen Berufen.

linguistische Sicht auf rechten Terror:

Anatol Stefanowitsch wurde von der Süddeutschen interviewt und kritisiert die Euphemismen, mit denen Politik und Medien sich um klare Einstufung  rechter Gewalt als Terror herumdrücken.

Gute Nachrichten:

Es fehlen gute Nachrichten. Jedes Delikt von Menschen, die eventuell Flüchtlinge sein könnten (man weiß es oft ja nicht) wird von rechten Hetzern hundert- und tausendfach geteilt und es wurden schon die ersten guten Nachrichten gefälscht, um sie nachher donnernd als Fälschung durch die Lügenpresse zu “enttarnen”.

Also sammelt Sven Foligowski good news. Macht bitte mit.

verstörende Interpretation durch die Polizei:

In Halbe hat ein Mann in einer Flüchtlingsunterkunft Menschen mit Reizgas verletzt. Die Polizei sieht keinen fremdenfeindlichen Hintergrund. Es sei reine Leichtfertigkeit gewesen.

Was kommt als nächstes? “Herr Wachtmeister, ich wollte nur mal sehen, wie weit ich die Handgranate werfen kann. Dass ich dazu den Splint nicht hätte ziehen müssen wusste ich nicht, sorry auch.”

 

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