Links Kalenderwoche 40/2015

Diesmal mit einem Innenminister, Flüchtlingen, Strafverfahren, Steuerzahlern, Religionen und unverstandenen Roma.

Innenminister:

Herr de Maizière fängt an, mit pegidesken Argumenten über Flüchtlinge zu reden. Das ist unlustig. Tatsächlich befindet er sich auf einem sehr unschönen Weg, den schon andere beschritten haben.

Strafverfahren:

Zum Beispiel Lutz Bachmann, der verurteilte Drogenhändler und Einbrecher, der PEGIDA gegründet hat. Gegen den wurde nun ein Verfahren eröffnet, weil er Flüchtlinge als “Gelumpe” und “Viehzeug” bezeichnet hat. Also ganz normale Bezeichnungen am Stammtisch nach 12 Bier bei der CSU.

Und in Mecklenburg-Vorpommern gab es ein Beschleunigtes Verfahren: Dienstag auf Facebook Brandstiftung im Flüchtlingsheim angedroht, Mittwoch verurteilt. Wie sagt JayJay Jackpot? Pow!

Steuerzahler:

Der Bund der Steuerzahler ist zwar nett und sein Schwarzbuch mit den größten Steuerverschwendungen jedes Jahr in der Zeitung – aber wer steckt da eigentlich ideologisch hinter?

Die Verlautbarungen des BdSt klingen oft so, als hätte die FDP von ihrem letzten Geld die „Bild“ gekauft[…]

schreibt die Frankfurter Rundschau.

Religionen:

Kommen wir wieder zu Flucht und Vertreibung. Auch Herr de Maizière hat sich über Prügeleien in Flüchtlingsunterkünften echauffiert und land auf, land ab wurde die Gewerkschaft der Polizei zitiert, dass man die Menschen nach Religionen sortiert unterbringen müsse.

Wiedermal nur ein halbes Zitat, hier sehr anschaulich auf den Punkt gebracht.

unverstandene Roma:

Schon vor zwei Jahren hat die Frankfurter Rundschau beschrieben, warum die Verhaltensweisen von geflüchteten Menschen oft für uns miss- und unverständlich sind, für die Menschen selber aber zwangsläufig.

Gerade Armutsflüchtlinge kommen aus Slums:

Das Grundgesetz des Überlebens im Slum lautet: Nie alles auf eine Karte setzen! Ein Arbeitsplatz, eine Lohnersatzleistung – das sind flüchtige Versprechen. Man nimmt sie mit, wenn man kann. Aber es wäre viel zu gefährlich, wegen eines Arbeitsplatzes oder wegen Hartz IV den Wohnort zu wechseln. Der Job oder die Leistung sind schnell weg, und dann steht man wieder vor dem Nichts. Alle hier haben die Erfahrung schon gemacht: Nie das Netzwerk aufgeben, nie sich vereinzeln lassen! Wenn es ernst wird, helfen mir kein Staat und kein Arbeitgeber, nur die Familie tut es und vielleicht die engsten Freunde.

P.S.: Kann jemand die Links mal an den Bundesinnenminister weitergeben?

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